PRAG/BUDAPEST/WARSCHAU/MOSKAU (dpa-AFX) - Die wichtigsten osteuropäischen Aktienmärkte haben am Montag den Handel überwiegend höher beendet. Vor allem in Prag ging es deutlich bergauf. Anders als an den europäischen Leitbörsen stützten hier die Nachrichten über möglicherweise bald verfügbare Impfstoffe gegen das Coronavirus bis zum Schluss.

Der tschechische Leitindex PX stieg um 1,39 Prozent auf 955,22 Zähler. Unter den Schwergewichten zeigten Moneta Money Bank mit plus 3,7 Prozent die auffälligste Kursveränderung. Positive Vorzeichen wiesen auch die Branchenkollegen Erste Group (plus 0,7 Prozent) und Komercni Banka (plus 0,9 Prozent) auf. Im Energiebereich verteuerten sich CEZ -Papiere um ein Prozent.

Die Budapester Börse beendete den Handelstag leicht im Plus: Der Bux legte um 0,30 Prozent auf 38 319,06 Zähler zu. Von den Schwergewichten konnten MTelekom um 2,1 Prozent zulegen. Die Aktionäre von Mol und Gedeon Richter freuten sich über Kurszuwächse von jeweils 0,7 Prozent. Die Papiere der OTP Bank verbilligten sich hingegen um 0,4 Prozent.

Auch an der Warschauer Börse ging es in die Gewinnzone: Der polnische Leitindex Wig 20 stieg um 0,61 Prozent auf 1832,04 Zähler. Der breiter gefasste Wig gewann 0,73 Prozent auf 52 734,84 Punkte. Aufwärts ging es vor allem im Finanzbereich. Die Titel der führenden polnischen Bank PKO verteuerten sich um 3,8 Prozent. Bank Pekao gewannen 3,1 Prozent. Bei der MBank gab es einen Kursgewinn von 3,3 Prozent zu sehen.

In Polen standen auf konjunktureller Ebene aktuelle Einzelhandelszahlen im Fokus, welche die Erwartungen der Experten verfehlten. Im Oktober fielen die Einzelhandelsumsätze um überraschend starke 2,1 Prozent. Die Experten der Erste Group hatten einen Rückgang in Höhe von 0,5 Prozent erwartet, während der Marktkonsensus bei minus 1,4 Prozent gelegen hatte.

Kursverluste musste indes die Moskauer Börse hinnehmen: Der russische Leitindex RTS ging mit einem Minus von 0,47 Prozent bei 1256,81 Punkten aus dem Handel./ste/mik/APA/gl/fba