PRAG/BUDAPEST/WARSCHAU (dpa-AFX) - Die Lage an den Aktienmärkten in Osteuropa ist auch zur Wochenmitte volatil geblieben. Auf die satten Kursverluste vom Vortag an den Börsen in Budapest und Warschau folgten am Mittwoch Erholungsgewinne. In Prag ging es hingegen deutlich nach unten. Die anhaltenden Kriegshandlungen in der Ukraine halten die osteuropäischen Märkte weiter fest im Griff.

An der Moskauer Börse fand auch am Mittwoch kein Handel statt. Aktien von russischen Unternehmen die auch an ausländischen Börsen gehandelt werden stürzten unterdessen weiter ab. Die Titel der russischen Sberbank rutschten an der Londoner Börse ins Bodenlose und notierten zuletzt nur mehr bei einem Kurs von 0,04 US-Dollar. Mitte Februar waren die Papiere in London noch zu einem Preis von knapp 15 Dollar gehandelt worden.

In Warschau schloss der Leitindex Wig-20 mit einem satten Kursplus von 3,91 Prozent auf 2043,96 Einheiten. Die Aktien des Kohlekonzerns JSW machten einen Satz von mehr als 30 Prozent. Damit beläuft sich das Plus seit Beginn der Woche auf fast 70 Prozent. Aber auch andere Papiere aus dem Energiesektor gewannen deutlich. PGE legten um fast 16 Prozent zu und PGNiG machten einen Sprung von rund 18 Prozent.

In Budapest legte der Bux um 2,73 Prozent auf 39 976,11 Punkte zu. Damit konnte er die satten Abschläge von über zehn Prozent vom Dienstag jedoch bei weitem noch nicht aufholen. Die Aktien der OTP Bank erholten sich mit plus 1,2 Prozent nur leicht vom Kursrutsch am Dienstag. Die Titel des Pharmakonzerns Gedeon Richter legten hingegen um zehn Prozent zu.

Der Prager Leitindex PX gab um 1,96 Prozent auf 1323,49 Zähler nach. Die Bankenwerte Erste Group (minus 5,5 Prozent) und Komercni Banka (minus 2,7 Prozent) gehörten zu den größten Verlierern. Die Titel von CZ Group (minus 4,2 Prozent) gaben nach den jüngsten Zugewinnen wieder nach./pma/ste/APA/edh/he