PRAG/BUDAPEST/WARSCHAU (dpa-AFX) - Die Aktienmärkte in Osteuropa haben am Montag keinen einheitlichen Trend gefunden. Deutliche Kursabschläge gab es vor allem am tschechischen Aktienmarkt, während die polnische Börse zulegen konnte. Der Handelsplatz in Moskau blieb weiterhin geschlossen.

Im Fokus steht an den Finanzmärkten unverändert der Angriff Russlands auf die Ukraine. Ein möglicher Importstopp für Rohöl aus Russland als weitere Sanktionsmaßnahme des Westens sorgte vor allem an den Rohstoffmärkten für Turbulenzen und ließ die Ölpreise weiter in die Höhe steigen.

Der Prager Aktienmarkt setzte zum Wochenstart den Abwärtstrend rasant fort. Der tschechische Leitindex PX rutschte um weitere 5,83 Prozent auf 1230,04 Zähler ab. Bereits am Freitag hatte er mehr als vier Prozent eingebüßt. Eine Talfahrt gab es bei den Aktien von Banken. Die Titel der auch in Prag gelisteten österreichischen Erste Group sackten um 11,1 Prozent ab. Komercni Banka brachen um 11,4 Prozent ein und Moneta Money verloren 4,8 Prozent.

Der polnische Leitindex Wig-20 konnte dagegen um 0,84 Prozent auf 1934,94 Zähler zulegen, nachdem er am Freitag noch 4,5 Prozent eingebüßt hatte. Die vier umsatzstärksten Werte waren zum Wochenauftakt PKO Bank mit minus 4,7 Prozent, JSW mit minus 0,3 Prozent und Bank Pekao, die um 2,5 Prozent zulegten. KGHM verloren 1,2 Prozent.

Am Aktienmarkt in Budapest ging es für den Leitindex Bux um 0,90 Prozent auf 39 883,29 Punkte nach unten. Die Schwergewichte OTP Bank und Mol gingen verschiedene Wege: OTP Bank büßten fast vier Prozent ein, während Mol um 3,7 Prozent fester in die neue Handelswoche gingen.

Die Moskauer Aktienbörse bleibt angesichts des Ukraine-Kriegs Agenturberichten zufolge mindestens bis einschließlich Dienstag geschlossen./ste/sto/APA/bek/he