WIEN (dpa-AFX) - Die Wiener Börse ist am Dienstag kurz vor dem Handelsschluss ins Plus gedreht. Vor allem europaweite Kursgewinne im Bankensektor lieferten Unterstützung. Der ATX <AT0000999982> stieg um 0,28 Prozent auf 3005,97 Punkte. Am Vormittag hatten deutsche Konjunkturdaten die Stimmung der Anleger gedämpft. Die Konjunkturerwartungen deutscher Finanzexperten trübten sich im Juli überraschend stark ein.

Am Nachmittag sorgten frische Daten aus den USA für Impulse. So waren die Umsätze im US-Einzelhandel im Juni stärker gestiegen als erwartet. Die Preise importierter Güter waren so stark gefallen wie seit fast drei Jahren nicht mehr. Die Industrieproduktion hatte stagniert und die Kapazitätsauslastung war etwas gesunken. Die Lagerbestände waren im Mai erwartungsgemäß gewachsen. Die Stimmung auf dem US-Häusermarkt hatte sich im Juli überraschend aufgehellt: Der NAHB-Hausmarktindex legte leicht zu.

Während in den USA die Berichtssaison mit Geschäftsquartalen von JPMorgan <US46625H1005>, Goldman Sachs <US38141G1040> und Wells Fargo <US9497461015> allmählich Fahrt aufnimmt, bleibt es in Wien noch ruhig. So folgten die Finanzwerte dort dem freundlichen Branchentrend in Europa und den USA. Vor allem JPMorgan legte starke Zahlen vor. In Wien zogen Bawag <AT0000BAWAG2> (plus 1,29 Prozent), Erste Group <AT0000652011> (plus 1,52 Prozent) und Raiffeisen (plus 0,46 Prozent) sowie Addiko (unverändert) höher.

Nach Handelsschluss wartet Telekom Austria <AT0000720008> mit ihrem Trading Statement zum zweiten Quartal auf. Die Telekommunikationsaktien (minus 0,30 Prozent) gingen im Minus aus dem Handel.

Unterdessen gewannen die Andritz <AT0000730007>-Papiere 1,28 Prozent. Der Anlagenbauer und Technologiekonzern zog von einem nicht näher genannten Kunden einen mittleren dreistelligen Millionen-Euro-Auftrag an Land. Ans Ende der Kurstafel sackten Porr um 3,54 Prozent ab. Auch Semperit verloren 2,92 Prozent./mad/dkm/APA/jha