WIEN (dpa-AFX) - Die Wiener Börse hat am Montag leicht im Minus geschlossen. Der ATX <AT0000999982> fiel um 0,19 Prozent auf 2945,41 Punkte und schloss damit bereits den vierten Handelstag in Folge mit Verlusten. Wie am Donnerstag und am Freitag startete der ATX auch am Montag mit Kursgewinnen, rutschte im Tagesverlauf aber in die Verlustzone. Die europäischen Leitbörsen zeigten sich mehrheitlich ebenfalls mit Abschlägen.

Konjunkturdaten lieferten unterdessen keine entscheidenden Impulse. Der am Vormittag veröffentlichte Index des ifo-Instituts zum Geschäftsklima in der deutschen Wirtschaft hatte die erwartete Eintrübung gezeigt.

Die Aktien des Stahlkonzerns Voestalpine <AT0000937503> gehörten mit einem Minus von 1,13 Prozent auf 25,34 Euro zu den größten Verlierern im ATX. Die Titel könnten von einem europaweit schwachen Branchentrend im Automobilsektor belastet worden sein. Am Vorabend hatte der deutsche Autohersteller Daimler <DE0007100000> eine Gewinnwarnung herausgegeben. Voestalpine erwirtschaftete im abgelaufenen Geschäftsjahr gut ein Drittel des Umsatzes in der Automobilindustrie.

Kursabschläge von mehr als einem Prozent verzeichneten im Leitindex neben Voestalpine auch Andritz <AT0000730007> (minus 1,83 Prozent auf 32,20 Euro), Raiffeisen (minus 1,04 Prozent auf 20,07 Euro) und s Immo (minus 1,02 Prozent auf 19,34 Euro).

Nach deutlichen Kurszuwächsen am Freitag kamen außerdem die Aktien von Schoeller-Bleckmann wieder etwas zurück. Ihr Kurs fiel um 0,94 Prozent auf 73,40 Euro. Zum Wochenausklang hatten die Titel des niederösterreichischen Ölfeldausrüsters über fünf Prozent zugelegt.

Im breiter gefassten ATX Prime gaben die Warimpex-Aktien ihre Verlaufsgewinne wieder ab und gingen 0,38 Prozent tiefer bei 1,32 Euro aus dem Handel. Die Erste Group <AT0000652011> hat die Bewertung der Titel des Wiener Immobilienunternehmens mit einer "Buy"-Empfehlung aufgenommen. Das Kursziel legten die Experten auf 1,80 Euro fest und somit deutlich über dem aktuellen Kursniveau.

Daneben hatte die Strabag am Wochenende bekanntgegeben, dass mit Klemens Haselsteiner ein Sohn des Großaktionärs Hans Peter Haselsteiner in den Vorstand aufrückt und ab dem kommenden Jahreswechsel die Zuständigkeit für das neue Ressort "Digitalisierung, Unternehmensentwicklung und Innovation" übernimmt. Die Strabag-Aktien gewannen 0,68 Prozent auf 29,50 Euro./dkm/mad/APA/stw