WIEN (dpa-AFX) - Die Wiener Börse hat am Dienstag mit etwas tieferen Notierungen geschlossen. Der ATX fiel 8,5 Punkte oder 0,27 Prozent auf 3101,22 Einheiten.

Marktbeobachter verwiesen auf die aktuellen Entwicklungen in der Corona-Pandemie und ihre wirtschaftlichen Auswirkungen. Zudem hatten die asiatischen Börsen negative Vorgaben geliefert. Besonders an den chinesischen Börsen drückte die politische Konfrontation zwischen China und der EU auf die Stimmung.

Am Nachmittag rückten auch aktuelle US-Daten in den Blick der Anleger: Die Leistungsbilanz der USA hat ihr chronisches Defizit sowohl im vierten Quartal als auch im Gesamtjahr 2020 deutlich ausgeweitet. Zudem sind in den USA die Verkäufe neuer Häuser im Februar stark gefallen.

Wie schon zu Wochenbeginn fanden sich die Ölwerte weit oben auf den Verkaufslisten der Investoren. OMV schlossen 1,83 Prozent tiefer und Schoeller-Bleckmann rutschten um 2,71 Prozent ab. Die Ölpreise sind am Dienstag wegen der Sorge über einen Rückgang der Nachfrage stark gefallen.

Schwächer zeigten sich erneut auch die Aktien von DO & CO, die mit minus 3,11 Prozent an die Vortagesverluste anknüpften. Bereits zu Wochenbeginn hatten die Titel des Catering-Konzerns wohl wegen der stark unter Druck geratenen türkischen Lira deutlich nachgegeben.

Agrana schlossen um 3,36 Prozent tiefer. Der Konzern schraubt seine Ergebniserwartungen für das laufende Geschäftsjahr 2020/2021 zurück, wurde am späten Nachmittag bekannt.

Aktien der Voestalpine mussten ein Minus von gut zwei Prozent verbuchen. Flughafen Wien verloren in einem schwachen europäischen Luftfahrt-Sektor 1,35 Prozent an Wert.

In einem positiven europäischen Versorger-Umfeld konnten Verbund um satte 4,08 Prozent anziehen und führten damit die Gewinnerliste im prime market klar an. EVN verbesserten sich nur leicht um 0,32 Prozent./ger/pma/APA/fba