WIEN (dpa-AFX) - Die Wiener Börse hat am Mittwoch nach zwischenzeitlichen Verlusten in der Gewinnzone geschlossen. Der ATX <AT0000999982> ging mit einem Plus von 0,36 Prozent auf 3043,45 Punkte aus dem Handel. Das europäische Marktumfeld stand ganz im Zeichen der Brexit-Verhandlungen. Zuletzt mehrten sich die Hoffnungen, die EU könnte sich doch noch diese Woche mit Großbritannien auf einen Vertrag für den Austritt Großbritanniens einigen. Dies würde weniger Belastungen für die Wirtschaft bedeuten als ein ungeregelter Brexit. Konjunkturdaten rückten angesichts der politischen Entwicklung in den Hintergrund.

In Wien sorgten neben einer Zahlenvorlage am Vorabend Einschätzungen von Analysten für Impulse. Die Wertpapierexperten der Raiffeisen Centrobank (RCB) haben in Reaktion auf die Gewinnwarnung zum Wochenauftakt bei Kapsch TrafficCom das Kursziel für die Aktie des Mautsystemausrüsters von 38 auf 30 Euro nach unten gesetzt. Ihr Anlagevotum "Hold" blieb unverändert. Am Mittwoch gingen die Kapsch-Papiere mit einem Minus von 1,38 Prozent auf 28,60 Euro aus dem Handel.

Das Kursziel für die Aktien des Immobilienunternehmens Warimpex hob die RCB von 1,50 auf 1,75 Euro an und bestätigte ihr "Hold"-Votum. Warimpex habe überraschend starke Quartalszahlen vorgelegt und den profitablen Verkauf seiner Disneyland-Anlagen in Paris Ende September abgeschlossen, heißt es in der aktuellen Studie. Der Kurs von Warimpex ging um 0,96 Prozent auf 1,59 Euro nach oben.

Am Dienstag hatte die Telekom Austria <AT0000720008> nachbörslich Geschäftszahlen über das dritte Quartal vorgelegt. Sowohl Umsatz als auch Gewinn legten dabei deutlich zu. Die Anteilsscheine der Telekom Austria verteuerten sich um 3,65 Prozent auf 7,10 Euro und führten damit den ATX an. Für die Papiere des Impfstoffherstellers Valneva ging es sogar um 5,73 Prozent auf 2,77 Euro nach oben.

Auf der schwächeren Seite der Kurstafel zeigten sich die Aktien des Biotechunternehmens Marinomed (minus 2,00 Prozent auf 98,00 Euro), des Baukonzerns Strabag (minus 2,01 Prozent auf 29,20 Euro) und des Aluminium-Verarbeiters AMAG (minus 2,62 Prozent auf 29,70 Euro) besonders belastet./rai/dkm/APA/stw