WIEN (dpa-AFX) - Die Wiener Börse ist am Freitag den dritten Tag in Folge mit Verlusten aus dem Handel gegangen. Der ATX <AT0000999982> fiel um 0,17 Prozent auf 2948,87 Punkte. Trotz vieler Einzelwerte auf der Gewinnerseite zogen Kursverluste der schwergewichtigen Bank-Aktien den Index ins Minus. Konjunkturdaten aus Europa am Vormittag bewegten kaum.

Mehr Beachtung fand der Index zum US-Konsumklima der Universität Michigan am Nachmittag. Der Index der Uni Michigan ist ein Indikator für das Kaufverhalten der amerikanischen Verbraucher und ist im Juli weniger stark gestiegen als von Ökonomen erwartet. Der Konsum gilt als eine wichtige Stütze der US-Wirtschaft.

In Wien belasteten Kursverluste der schwergewichtigen Bankbranche den ATX. So fielen Erste Group <AT0000652011> um 1,23 Prozent, Raiffeisen Bank International <AT0000606306> um 0,56 Prozent und Bawag <AT0000BAWAG2> um 0,97 Prozent. Die Aktien folgten dem schwachen europäischen Sektor-Trend.

An der Spitze des ATX legten Marinomed um 3,61 Prozent auf 86,00 Euro zu. Zwischenzeitlich hatten die Aktien des Biotech-Konzerns bei 86,50 Euro auf ihrem Allzeithoch notiert.

Ebenso kletterten die Papiere von Semperit um 2,77 Prozent nach oben. Damit kommen die Papiere des Gummi-Spezialisten von ihren jüngsten Verlusten etwas zurück.

Trotz positiver Analystenstimmen fielen die Aktien der Telekom Austria <AT0000720008> um 1,36 Prozent auf 6,55 Euro. Dabei haben in Reaktion auf die jüngsten Ergebnisse zum zweiten Quartal des Telekommunikationskonzern die Experten der Raiffeisen Centrobank ihr Kursziel für die Aktien bei 7,70 Euro bestätigt. Für die Analysten bleibe die positive Investmentsituation intakt, daher halten sie ihr Kaufvotum aufrecht./mad/mik/APA/jha