WIEN (dpa-AFX) - Die Wiener Börse ist am Montag mit unklarer Richtung aus dem Handel gegangen. Während der heimische Leitindex ATX um 0,06 Prozent auf 3.607,40 Einheiten nachgab, schloss sein marktbreites Pendant, der ATX Prime, um knappe 0,01 Prozent höher bei 1.828,42 Punkten. Generell zeigte sich der ATX über den gesamten Handelstag hinweg nur sehr wenig bewegt. Dabei schwankte der Leitindex immer wieder zwischen knappen Verlusten und Aufschlägen hin und her.

Von Konjunkturdaten gab es zum Wochenauftakt nur wenig Impulse. Am Nachmittag wurden Verbraucherpreisdaten aus Deutschland veröffentlicht. Im August ist die Inflation in Deutschland demnach auf 3,9 Prozent gestiegen. Experten hatten im Vorfeld mit dieser Entwicklung gerechnet. Gegenüber dem Vormonat stagnierten die Preise allerdings.

Bereits am Vormittag wurden zudem Daten zur Wirtschaftsstimmung in der Eurozone veröffentlicht. Diese hat sich dabei im August spürbar von ihrem Rekordhoch im Juli entfernt. Der Economic Sentiment Indicator (ESI) fiel gegenüber dem Vormonat um 1,5 auf 117,5 Punkte. Analysten hatten im Schnitt mit einem Rückgang auf 118,0 Punkte gerechnet.

Satte Kursgewinne von 4,3 Prozent verbuchten am Montag die Titel der Strabag. Der heimische Baukonzern wird am morgigen Dienstag seine Halbjahreszahlen veröffentlichen. Von der APA befragte Analysten, rechnen im Schnitt mit einem deutlichen Anstieg bei den Gewinnkennzahlen.

Bereits vor Börsenstart legte der börsennotierte Immo-Konzern Warimpex seine Halbjahreszahlen vor. Dank Wertaufholungen, Kostensenkungen und einem besseren Finanzergebnis konnte das Unternehmen mit einem Nettogewinn von 1,7 Millionen Euro in die Gewinnzone zurückkehren. Im Vorjahr hatte Warimpex noch einen Verlust von 21,7 Millionen Euro verbucht. Die Titel gewannen am Montag 0,4 Prozent.

Nach Börsenschluss wird zudem die Immofinanz ihre Halbjahreszahlen vorlegen. Zum standen die Papiere des Immobilienunternehmens bei plus 0,4 Prozent. Bereits gegen Mittag wurde bekannt, dass Immofinanz für das Geschäftsjahr 2020 die Dividende auf 0,75 Euro je Aktie erhöhen wird.

Der Konzern war auch andernorts Thema. So will die s Immo den geplanten Verkauf seines Anteils an der Immofinanz noch im zweiten Halbjahr über die Bühne bringen. "Die Nachfrage ist da, es gibt für uns einige Optionen", sagte Vorstandschef Bruno Ettenauer am Montag in einer Fragestunde mit Aktionären. Die Papiere der s Immo standen zuletzt bei einem Plus von 1,7 Prozent.

Neuigkeiten gab es zudem vom oberösterreichischen Feuerwehrausrüster Rosenbauer. Wie der Konzern bekannt gab, hat man einen Großauftrag der deutschen Bundeswehr zur Lieferung von 76 hochgeländegängigen Tanklöschfahrzeugen erhalten. Der Stückpreis für diese beträgt je nach Ausstattung 400.000 bis 500.000 Euro. Für die Rosenbauer-Aktien ging es am Montag um 0,8 Prozent nach oben.

Zudem gab es am Montag eine Reihe von Analystenkommentaren von Raiffeisen Research. Bei den Aktien von Semperit wurde das Kursziel von 40 auf 42 Euro leicht angehoben und gleichzeitig die "Buy"-Empfehlung bestätigt. Die Aktien schlossen am Montag um satte 1,7 Prozent höher bei 33,75 Euro.

Bei den Titeln von Frequentis sehen die Analysten nun ein Kursziel von 28 Euro. Zuvor war dieses noch klar darunter bei 19 Euro gelegen. Die Einstufung wurde jedoch von "Buy" auf "Hold" zurückgenommen. Zum Schluss standen die Aktien von Frequentis mit minus 1,5 Prozent bei 25,50 Euro.

Auch bei den Papieren von UBM Development gab es eine Kurszielanpassung seitens der Raiffeisen-Analysten. So wurde das Kursziel von 49 auf 51 Euro leicht nach oben revidiert. Die "Buy"-Empfehlung blieb dabei unverändert bestehen. Die UBM-Titel verloren am Montag 0,2 Prozent auf 44,40 Euro./pma/mik/APA/stk