Um es vorwegzunehmen: Der DAX konnte die gute Ausgangsposition, die er sich in den letzten Handelstagen mit seiner starken Vorstellung hart erarbeitet hatte, zunächst nutzen. Der Ausbruch über das von uns in unserer Kommentierung vom 19.02. thematisierte Widerstandscluster ist bereits gestern (Mittwoch, 20.02.) angelaufen. Ein paar Zweifel sind aber durchaus noch angebracht, denn in den nächsten Tagen muss sich das Ausbruchsszenario erst noch beweisen und manifestieren.

Schauen wir noch einmal auf die Kommentierung vom 19.02.2019 zurück. Wir hatten in dieser das massive Widerstandscluster 11.350 bis 11.370 Punkte herausgestellt. Neben einer Reihe von Horizontalwiderständen verlief in diesem Bereich auch die seit Anfang 2018 gültige Abwärtstrendlinie. In den letzten Handelstagen scheiterte der Index mehrfach mit diversen Vorstößen in Richtung Widerstandszone, was natürlich wiederum deren Relevanz zwischenzeitlich noch einmal deutlich erhöhte.

Am gestrigen Handelstag konnte der DAX nun eine erfolgreiche Ausbruchsbewegung initiieren. Wichtig war in diesem Zusammenhang, dass es ihm gelang, den Handelsschluss am Mittwoch oberhalb von 11.400 Punkten zu gestalten. Somit konnte er gleich zwischen sich und der "Gefahrenzone" ein wenig Abstand schaffen. Nichtsdestotrotz muss er nun nachlegen, aber dazu im weiteren Verlauf mehr.

Maßgeblichen Anteil an der Aufwärtsbewegung im DAX hatten Spekulationen am Markt, die auf eine rasche Einigung zwischen den USA und China im Handelskonflikt setzen. Positive Signale zum Verhandlungsverlauf schürten diese Spekulationen. Fakt ist aber auch, dass sollte es zu einer Einigung der USA mit China kommen, könnte Europa der leidtragende Dritte in diesem Spielchen werden, denn eine Einigung mit China (immer unter der Voraussetzung, dass sie auch tatsächlich kommen wird) würde Trumps Verhandlungsposition gegenüber Europa deutlich verbessern. Einen "Zweifrontenkrieg" könnten sich selbst die USA nicht leisten. Aber dieser wäre bei einer Einigung mit China hinfällig. Die gestrige Veröffentlichung des FOMC-Sitzungsprotokolls hatte hingegen keine nennenswerten Impulse auf die Finanzmärkte zur Folge, was wiederum dem DAX einen robusten Handelsstart in den Donnerstag ermöglichte. Aktuell notiert der Index bei 11.435 Punkten.

Der Ausbruch über den Abwärtstrend könnte das Ende der Bodenbildung bzw. Korrektur einläuten; sofern sich die aktuellen Entwicklungen in den nächsten Tagen und Wochen bestätigen. Der Ausbruch über die 11.370er Marke offeriert nun zunächst die Fortsetzung der Bewegung bis auf 11.700 Punkte. Die 11.700 Punkte selbst sind die Unterseite einer weiteren massiven Widerstandszone, die sich noch bis in den Bereich 11.950 bzw. 12.000 Punkte erstreckt und in der auch die 200-Tage-Linie verläuft. Im bullischen Idealfall setzt der Index nun nach und vermeidet es, erneut unter die 11.370 / 11.350 Punkte abzutauchen.

(DAX® ist eine eingetragenen Marke der Deutsche Börse AG)


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