Nach einem zuvor gescheiterten Versuch, die massive Widerstandszone von 2.800 bis 2.820 Punkten auszuhebeln, trat der marktbreite S&P 500 in der letzten Handelswoche in eine Konsolidierung ein und war damit ein Spiegelbild der aktuellen Verfassung der Aktienmärkte. Die aktuelle Handelswoche brachte bislang jedoch steigende Notierungen, sodass der Index nun erneut an dem Widerstand anklopft. Gelingt es ihm dieses Mal, dieses Widerstandscluster zu durchbrechen? Die Entscheidung darüber muss nun fallen!

Bevor wir uns im weiteren Verlauf der charttechnischen Aspekte widmen, schauen wir zunächst auf die fundamentalen Hintergründe.

Wesentlichen Anteil an der kräftigen Erholung der letzten Handelswochen hatten vor allem Spekulationen über ein baldiges und erfolgreiches Ende der Handelsgespräche zwischen den USA und China. Die erste Euphorie verflog jedoch mittlerweile, um nicht zu sagen, dass eine gewisse Ernüchterung ob des zähen Ringens um eine Lösung einsetzte. Dass die Wachstumsprognosen auf globaler Ebene zuletzt ebenfalls zurückgeschraubt wurden, löste auch keine neue Kaufstimmung aus. Wir hatten in diesem Zusammenhang bereits an anderer Stelle auf die vorsichtigen Äußerungen der US-Notenbank in ihrem aktuellen Beige Book, auf die zurückgenommenen Prognosen der EZB für den Euroraum und nicht zuletzt auf das moderate Wachstumsziel der chinesischen Regierung für 2019 verwiesen.

Kommen wir auf den S&P 500 zurück. Dass der US-amerikanische Index zuletzt nicht stärker unter Druck geriet bzw. sogar wieder den Dreh nach oben bekam, dürfte insbesondere an den aktuellen US-Konjunkturdaten gelegen haben. Während am vergangenen Freitag ja noch der US-Arbeitsmarktbericht für Februar vor allem bei der Zahl der neugeschaffenen Stellen eine herbe Enttäuschung darstellte, richteten sich die Blicke der Marktteilnehmer in dieser Woche bislang auf die starken Daten zu den US-Einzelhandelsumsätzen, die vor dem Hintergrund ihrer Bedeutung immer eine besondere Beachtung finden und auf die Entwicklung der US-Verbraucherpreise im Februar. Mit einem Wachstum von 1,5 Prozent lag der Wert jedoch unterhalb der Markterwartungen, die im Vorfeld von einem Preisanstieg um 1,6 Prozent ausgingen. Die Entwicklung der Verbraucherpreise ist insofern von Interesse, gibt sie doch der US-Notenbank weiterhin die Gelegenheit, ihre mittlerweile vorsichtigere Gangart in der Geldpolitik vorerst beibehalten zu können.

Aus charttechnischer Sicht ist die Lage vergleichsweise eindeutig. Um neues Aufwärtsmomentum zu kreieren, um die Aufwärtsbewegung also wieder aufzunehmen, muss der Index über die Widerstandszone 2.800 / 2.820 Punkte. Aktuell notiert er bei 2.791 Punkten (per Handelsschluss 12.03.). Auf der Unterseite gilt es aus unserer Sicht, vor allem die Zone 2.740 Punkte im Auge zu behalten. Diese sollte tunlichst nicht mehr unterschritten werden, um nicht doch noch in eine ausgedehnte Korrektur abzugleiten. Die Relevanz dieser Zone wird u.a. auch dadurch begründet, dass in diesem Bereich die 200-Tage-Linie verläuft.

(S&P 500® ist eine eingetragene Marke von Standard & Poor?s Financial Services, LLC)


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