Aktiensparpläne sind zumindest ein wenig umstritten. Positiv ist, dass man auch mit kleineren Beträgen regelmäßig investieren kann. Ein Nachteil ist jedoch, dass der Preis für die Sparplanausführung häufig höher ist als bei einem direkten Kauf. Ohne Zweifel eine Baustelle, die es zu betrachten gilt.

Trotzdem können Aktiensparpläne ihren Nutzen haben. Ja, selbst dann, wenn du theoretisch genügend Geld zur Verfügung hast, um auf einzelne Investitionen zu setzen. Lass uns heute einen Blick auf drei Gründe riskieren, wann man als Investor darüber nachdenken sollte.

Aktiensparpläne: Bei Dividendenaktien zum Cost-Average

Vermutlich kennt jeder Einkommensinvestor das folgende Szenario: Man sieht eine spannende Dividendenaktie, aber die Konditionen stimmen nicht so richtig. Die Aktie ist nicht zu teuer, aber auch nicht unbedingt attraktiv. Und trotzdem investiert man keinen höheren Betrag. Das ist für mich ein erster Grund, um auf Aktiensparpläne zu setzen.

Wer an dieser Stelle regelmäßig investiert, der begeht nicht die Gefahr, die zukünftige Performance zu verpassen. Er setzt sich und sein Portfolio jedoch auch nicht zu sehr der Gefahr aus, zu einem ungünstigen Zeitpunkt zu investieren. Man legt einfach konsequent monatlich oder vierteljährlich einen gewissen Betrag an und sichert so die Chance und begrenzt das Risiko.

Aktiensparpläne besitzen dabei außerdem den Vorteil, dass sie mit dem Cost-Average-Effekt einen guten, durchschnittlichen Einstandskurs und eine durchschnittliche Dividendenrendite bringen können. Im Zweifel gilt: Mit einem höheren Volumen im Crash nachzuinvestieren ist immer noch möglich.

Bei Wachstumsaktien: Volatilität begrenzen!

Ein zweiter Anlass, bei dem Aktiensparpläne einen soliden Nutzen haben können, ist bei Wachstumsaktien. Im Endeffekt gilt hier häufig ein ähnliches Szenario: Chance und Risiko sind beides vorhanden. Ja, sogar auf einem hohen Niveau. Manchmal crashen solche Aktien innerhalb weniger Wochen und Monate rasant. Dafür gibt es manchmal auch eine starke Rallye. Schwierig kurzfristig vorherzusagen, in welche Richtung Wachstumsaktien tendieren.

Mit Aktiensparplänen kann man ebenfalls langfristig und im Mittel zu durchschnittlichen Aktienkursen eine größere Position aufbauen. Ohne das Risiko, ein schlechtes Timing zu erwischen. Aber auch ohne die Gefahr, eine Performance zu verpassen. Neben Dividendenaktien sind Wachstumsaktien daher mein zweites Mittel der Wahl, wann ich einen solchen Ansatz gegebenenfalls in Betracht ziehen würde. Vor allem, wenn mir die Volatilität der Aktien etwas ausmacht.

Aktiensparpläne: Mit wenig Mitteln in die Breite

Zu guter Letzt können Aktiensparpläne außerdem ein gutes Mittel sein, um mit wenig Investitionsvolumen in die Breite zu investieren. Vielleicht möchtest du nicht in einen ETF investieren und das ist vollkommen legitim. Sparpläne auf einzelne Aktien können eine geeignete Möglichkeit sein, sich trotzdem ein diversifiziertes Portfolio aufzubauen. Zumindest nach und nach.

Wir sehen daher: Aktiensparpläne besitzen mit Blick auf die Gebühren vielleicht nicht den besten Ruf. Aber es kann gute Voraussetzungen geben, wann man sie bedienen sollte. Auch als ein Investor, der sie möglicherweise eigentlich nicht benötigen würde gemessen am finanziellen Volumen.

Der Artikel Aktiensparpläne lohnen nicht: 3 Gründe, wann das nicht zutrifft ist zuerst erschienen auf The Motley Fool Deutschland.

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Autor: Vincent Uhr, Motley Fool beitragender Investmentanalyst (CMFMrClock)

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