Warren Buffetts Berkshire Hathaway wettete im ersten Quartal im großen Stil auf den US-Markt und kaufte Aktien im Wert von 51,1 Milliarden US-Dollar. Auf dem Aktionärstreffen warnte er die Anleger vor der Inflation.

Trotz geopolitischer Turbulenzen, einem hochvolatilen Aktienmarkt und der Angst vor einer Inflation startete der milliardenschwere Investor seinen größten Kauf seit mindestens einem Jahrzehnt. Berkshire Hathaway baute die Beteiligungen an Chevron und Activision Blizzard aus.

Wie Bloomberg berichtet, stieg Berkshires Beteiligung an Chevron von 4,5 Milliarden US-Dollar Ende 2021 auf 25,9 Milliarden US-Dollar Ende März. Die Activision-Beteiligung stieg von 1,87 auf 9,5 Prozent. Berkshire setzte darauf, dass der Deal mit Microsoft sicher abgeschlossen würde. Außerdem erhöhte er seine Anteile am Ölunternehmen Occidental Petroleum und Apple. Für 4,2 Milliarden US-Dollar erwarb er HP-Aktien.

Fed-Chef als Held

Auf die Frage nach seinen früheren Äußerungen, dass die Inflation die Aktienanleger "betrügt", sagte Buffett, dass der Schaden durch steigende Preise viel umfassender sei: "Die Inflation betrügt auch die Anleiheinvestoren. Sie betrügt denjenigen, der sein Geld unter der Matratze aufbewahrt. Sie betrügt fast jeden", sagte er.

Buffett wies darauf hin, dass die Inflation auch den Kapitalbedarf der Unternehmen erhöhe und dass es nicht so einfach sei, die Preise zu erhöhen, um die inflationsbereinigten Gewinne zu halten.

Er kritisierte jedoch nicht die Federal Reserve für ihre Maßnahmen zur Erhöhung der Geldmenge und zur Stabilisierung der Märkte während der Coronakrise: "Meiner Meinung nach ist Jay Powell ein Held. Das ist ganz einfach. Er hat getan, was er tun musste."

Der Berkshire-CEO warnte davor, auf Leute zu hören, die behaupten, den Verlauf der Inflation vorhersagen zu können: "Die Frage ist, wie viel ... und die Antwort ist, dass das niemand weiß", so Buffett.

Der beste Schutz gegen die Inflation sei die Investition in die eigenen Fähigkeiten: "Der beste Schutz gegen die Inflation ist Ihre persönliche Ertragskraft... Niemand kann Ihnen Ihr Talent wegnehmen. Wenn Sie etwas Wertvolles und Gutes für die Gesellschaft tun, spielt es keine Rolle, was der US-Dollar macht."

Berkshire-Aktien haben in diesem Jahr den US-Aktienmarkt übertroffen. Die Titel sind um rund 16 Prozent gestiegen, während der S&P 500 als Benchmark um knapp 14 Prozent fiel.

Autorin: Gina Moesing, wallstreet:online Zentralredaktion


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