Zahlen, Zahlen, Zahlen. Die Quartalsberichtssaison liefert immer neue Ergebnisse und Erkenntnisse. Unsere beiden heutigen Protagonisten – Alibaba Group und Electronic Arts -waren bereits in der letzten Woche gefordert. Insbesondere beim chinesischen E-Commerce-Riesen Alibaba sah man ganz genau hin, hatte der Markt im Vorfeld der Veröffentlichung doch eine „Kröte zu schlucken“.

Alibaba Group – Zahlen im Fokus

Die überraschende kurzfristige Absage des Börsengangs von Alibabas Fintech-Tochter Ant Group hatte für eine gewisse Unruhe gesorgt. Es hätte der weltweit größte IPO werden können. Nun liegt er erst einmal auf Eis. Darunter litt auch die Kursentwicklung der Alibaba-Aktie selbst. Die frischen Zahlen für das September-Quartal (gleichbedeutend mit dem 2. Geschäftsquartal des Unternehmens für das Fiskaljahr 2021) sollten dem Aktienkurs Alibabas neuen Schwung verleihen. Alibaba verzeichnete im Berichtszeitraum im Vergleich zum Vorjahresquartal einen Umsatzanstieg um 30 Prozent auf 155,06 Mrd. Yuan (knapp 23 Mrd. US-Dollar).

Das Unternehmen verzeichnete im Jahresvergleich einen Gewinnrückgang um 60 Prozent auf 28,77 Mrd. Yuan. Dieser war jedoch von Sondereffekten belastet. Insgesamt reagierten die Marktakteure dennoch zurückhaltend auf die Zahlen.

Alibaba-Aktie

Alibaba Group – Aktie aus charttechnischer Sicht (noch) in der Bredouille

Im Vorfeld der Zahlenveröffentlichung dominierte eine Konsolidierung das Handelsgeschehen in der Alibaba-Aktie (WKN: A117ME ISIN: US01609W1027 Ticker-Symbol: AHLA). Im Zuge dessen stand auch der stark ausgeprägte Aufwärtstrend im Fokus. Ein Bruch dieser Trendlinie hätte unweigerlich Druck auf den aus unserer Sicht gegenwärtig zentralen Unterstützungsbereich um 265 US-Dollar ausgeübt. Doch zum Trendbruch kam es noch nicht. Die Aktie ist allerdings auch noch nicht aus dem Schneider und sollte nun zügig über die psychologisch relevanten 300 US-Dollar laufen. Ein Ausbruch über das markante 52-Wochen-Hoch bei 319 US-Dollar würde das Chartbild auf der Oberseite klären.

Electronic Arts mit sattem Kursrückgang

Einen gebrauchten Handelstag erlebte die Aktie des Hersteller von Computerspielen Electronic Arts (WKN: 878372  ISIN: US2855121099  Ticker-Symbol: ERT) am vergangenen Freitag. Der Wert knickte um knapp 7 Prozent ein. Die vorherige Erholung nahm daraufhin ein jähes Ende.

Electronic Arts

Für die schwache Vorstellung zeichneten die aktuellen Quartalszahlen und vor allem der verhaltene Ausblick auf das so wichtige Dezember-Quartal verantwortlich. Electronic Arts erzielte im September-Quartal (2. Quartal des Fiskaljahres 2021) einen Umsatz in Höhe von 1,151 Mrd. US-Dollar, nach 1,348 Mrd. US-Dollar im entsprechenden Vorjahresquartal. Der Nettogewinn belief sich auf 185 Mio. US-Dollar. Für das Dezember-Quartal erwartet das Unternehmen Nettoumsätze in Höhe von 1,675 Mrd. US-Dollar bei einem Nettogewinn in Höhe von ungefähr 180 Mio. US-Dollar.

Die Aktie muss nun aufpassen, nicht vollends ihre eminent wichtige Unterstützung bei 120 US-Dollar zu verlieren. Diese wurde am Freitag bereits aufgeweicht. Sollte es darunter gehen, stünden die 110 US-Dollar und 104 US-Dollar als potentielle Zielbereiche parat. Der seit dem August-Hoch dominierende Abwärtstrend hat sich aufgrund der jüngsten Kursentwicklung ein weiteres Mal bestätigt.

Andere Leser interessierten sich auch für:

Allianz: Sommer-Geschäft besser als erwartet, Aktie gewinnt

Nel ASA und Ballard Power – Frische Zahlen im Fokus!

Haftungsausschluss/Disclaimer

Die hier angebotenen Artikel dienen ausschließlich der Information und stellen keine Kauf- bzw. Verkaufsempfehlungen dar. Sie sind weder explizit noch implizit als Zusicherung einer bestimmten Kursentwicklung der genannten Finanzinstrumente oder als Handlungsaufforderung zu verstehen. Der Erwerb von Wertpapieren birgt Risiken, die zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals und – je nach Art des Investments – sogar zu darüber hinausgehenden Verpflichtungen, bspw. Nachschusspflichten, führen können. Die Informationen ersetzen keine auf die individuellen Bedürfnisse ausgerichtete fachkundige Anlageberatung. Eine Haftung oder Garantie für die Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der zur Verfügung gestellten Informationen sowie für Vermögensschäden wird weder ausdrücklich noch stillschweigend übernommen. Boersennews.de hat auf die veröffentlichten Inhalte keinerlei Einfluss. Boersennews.de hat bis zur Veröffentlichung der Artikel keine Kenntnis über Inhalt und Gegenstand der Artikel. Die Veröffentlichungen erfolgen durch externe Autoren bzw. Datenlieferanten. Infolgedessen können die Inhalte der Artikel auch nicht von Anlageinteressen von Boersennews.de und / oder seinen Mitarbeitern oder Organen bestimmt sein.