Alle können reich werden, aber nicht jeder. Das ist ein Sprichwort, das mir zuletzt begegnet ist. Der Kontext ist eigentlich egal, aber es ging grob um Aktien und Börsen. Sowie um Erfolg, Misserfolg und die Möglichkeit der Partizipation am Vermögen rund um den Globus.

Blicken wir einmal auf den Sinngehalt dieser Aussage. So bitter es auch klingt: Es hat wirklich einen sehr wahren Kern.

Alle können reich werden. Theoretisch. In der Praxis jedoch nicht jeder

Theoretisch ist es gerade heute so einfach wie nie, reich zu werden. Wir besitzen Indexfonds, leichten Zugang zu Aktienmärkten. Dass man mit einem ausgeklügelten und langfristig orientierten Ansatz oder auch bei einzelnen Aktien das Ziel erreichen kann, das ist bekannt. Eine Kehrseite ist: In der Praxis ist es schwierig.

Wenn jeder reich wäre, wären sie dann noch reich? Diese Frage mag ein wenig philosophisch klingen. Aber stell’ dir vor, wir leben in einer nahezu perfekten Welt, in der jeder in etwa gleich verdient, das Maximale spart und finanziell aus Aktien herausholt: Dann wäre das wiederum der Durchschnitt. Für Reichtum und Armut (zwei relative Begriffe, übrigens) benötigen wir das jeweilige Gegenteil. Aber das können wir auch mit der Praxis begründen.

Vermögensgegenstände wie Aktien und Unternehmen sind begrenzt. Das bedeutet: Jeder kann in der Theorie reich werden. Per Indexfonds, per cleverer Aktienauswahl. Aber in der Praxis sind es nicht alle, die davon partizipieren werden. Es gibt immer gute und schlechte Zeitpunkte, Gewinner und Verlierer an den Aktienmärkten. So bitter es klingt: Diejenigen, die günstig verkaufen, mehren den Reichtum derjenigen, die teuer verkaufen. Wir benötigen stets beides für funktionierende Aktienmärkte und die entsprechende Vermögensallokation.

Die Aussage, alle können reich werden, ist in der Theorie richtig. Entscheidend ist, dass sich möglichst viele an der Vermögensallokation beteiligen, damit die Schere nicht zu weit auseinanderdriftet. Aber auf einen jeden trifft es nicht zu. Ansonsten hätten wir ein Modell, das lediglich einen Durchschnittswert schafft. Doch heißt das nicht, dass es nicht ein jeder versuchen sollte. Ganz im Gegenteil: Anteil am globalen Vermögen schafft man mit Besitz.

Das ist eine vielschichtige Aussage

Alle können reich werden – aber nicht jeder. Diese Aussage ist sehr vielschichtig. Je mehr wir darüber nachdenken, desto mehr Facetten kann man ergründen. Durchdenke, was clevere Entscheidungen sind. Vor allem, wie du finanziell cleverer als der Durchschnitt sein kannst. Zumindest für den Moment reichen dafür sogar marktbreite Asset-Klassen. Solange noch nicht ein jeder auf diese Form des Vermögensaufbaus aufgesattelt hat.

Der Artikel Alle können reich werden – aber nicht jeder ist zuerst erschienen auf The Motley Fool Deutschland.

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Autor: Vincent Uhr, Motley Fool beitragender Investmentanalyst (CMFMrClock)


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