WIEN (dpa-AFX) - Im Licht der positiven Konjunkturentwicklung in wichtigen Wirtschaftsregionen berät die Öl-Allianz Opec+ am Dienstag über ihre Förderstrategie. Analysten gehen davon aus, dass die von Saudi-Arabien und Russland angeführte Gruppe an ihrem Plan festhält, die Ölhähne bis Ende Juli weiter aufzudrehen, um die steigende Nachfrage zu bedienen.

Die rund zwei dutzend Ölminister werden sich in ihrer Onlinesitzung auch mit möglichem zusätzlichen Erdöl aus dem Iran auseinandersetzen müssen. Es könnte auf den Markt strömen, falls sich Washington und Teheran in den kommenden Wochen darauf einigen, US-Sanktionen aufzuheben und das iranische Atomprogramm wieder zurückzufahren.

Der Opec+ kommt dabei zugute, dass westliche Ölkonzerne derzeit von Anlegern unter Druck gesetzt werden, um auf nachhaltigere Energieformen zu setzen. Dadurch bleibe mehr Spielraum für die Ölallianz, argumentierten Analysten der Commerzbank. Opec+ hatte sich voriges Jahr Förderkürzungen auferlegt, um fallenden Ölpreise im Zuge der Corona-Krise abzufangen./al/DP/nas