BERLIN (dpa-AFX) - Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier sieht nach den schwierigen Beziehungen zu den USA unter dem früheren Präsidenten Donald Trump nun einen transatlantischen Neustart. "Dieses Momentum müssen wir nutzen", sagte Altmaier am Mittwoch in Berlin vor einer Reise nach Washington. Er wolle mit den US-Partnern insbesondere die globalen Fragen des Klimaschutzes und des Handels besprechen. Der CDU-Politiker ist der erste Bundesminister seit Amtsantritt der neuen US-Regierung unter Präsident Joe Biden, der nach Washington fliegt.

Altmaier will bis Freitag unter anderen mit dem US-Sonderbeauftragten für Klima, John Kerry, und Energieministerin Jennifer Granholm zusammenkommen. Der Minister will außerdem die US-Handelsbeauftragte Katherine Tai treffen. Vor allem in der Handelspolitik gibt es ungelöste Fragen zwischen den USA und der EU.

"Beim Klimaschutz und beim Ausbau Erneuerbarer Energien können wir nach der Rückkehr der USA zum Pariser Klimaschutzabkommen gemeinsam viel erreichen", so Altmaier. "Und ich will weiter daran arbeiten, bestehende Handelskonflikte zu lösen - zum Nutzen beider Seiten." Ökonomisch seien die USA wichtigstes Zielland für deutsche Exporte. Auch in der Corona-Pandemie sei das Handelsvolumen weiterhin hoch gewesen.

Inwiefern bei der Reise auch strittige Themen wie die Gas-Pipeline Nord Stream 2 von Russland nach Deutschland eine Rolle spielen, ist offen. Eine andere Position haben die USA auch gegenüber China. Die USA treten für einen harten Kurs gegenüber China ein. In Berlin wird dagegen die Bedeutung Chinas als Handelspartner betont./hoe/DP/jha