FRANKFURT (dpa-AFX) - Das Bankhaus Metzler sieht so rasch keine Belebung des Ertragswachstums der Deutschen Bank <DE0005140008>. Vielmehr müsse das Finanzinstitut zum Start seines tiefgreifenden Umbaus auch noch mit Gegenwind durch äußere Umstände klarkommen, schrieb Analyst Jochen Schmitt in einer am Freitag vorliegenden Studie. Er senkte daher sein Anlageurteil von "Hold" auf "Sell" und behielt sein Kursziel von 6,20 Euro bei. Damit sieht er noch ein Abwärtspotenzial für das Papier von aktuell rund 18 Prozent.

"Grundsätzlich begrüßen wir die vor einigen Wochen angekündigte Umstrukturierung", schrieb Schmitt. Leider käme sie aber zu einer Zeit, wo die Deutsche Bank eher Rückenwind benötige. Doch stattdessen verschlechterten sich die externen Faktoren, insbesondere was die Zinsaussichten angehe. Zudem könnte auch noch Ungemach seitens der Kreditmärkte drohen.

"Auch die Aussichten für das Handelsergebnis der Deutschen Bank sind wegen der verringerten Aktivitäten und des derzeitigen Zinsumfeldes, vor allem in der Eurozone, unseres Erachtens nach limitiert", ergänzte er. Zudem müsse das Finanzinstitut auch noch auf dem Heimatmarkt Deutschland mit wachsender Konkurrenz im Privat- und Geschäftskundenbereich klarkommen.

Zwar dürfte das Management im Zuge der Umstrukturierung einige "tief hängenden Früchte ernten", wie etwa durch die Schließung einer verlustbringenden Sparten, doch die Erträge mittelfristig wieder zu beleben, dürfte schwer werden.

Schmitt kappte daher seine Schätzungen für das Vorsteuerergebnis der Bank für 2020 um 16 Prozent und nochmals um einen einstelligen Prozentbetrag für 2021.

Eingestuft mit "Sell" erwartet das Bankhaus Metzler, dass der Aktienkurs des Unternehmens in den nächsten 12 Monaten sinken wird./ck/la/jha/

Analysierendes Institut Metzler Capital Markets.

Veröffentlichung der Original-Studie: 13.09.2019 / 07:56 Uhr / CEST Erstmalige Weitergabe der Original-Studie: 13.09.2019 / 07:56 Uhr / CEST