FRANKFURT (dpa-AFX) - "Zurück auf Los", hieß es für Evotec <DE0005664809> Mitte August. Die für die Mehrheit der Finanzgemeinde enttäuschenden Halbjahreszahlen und angehobenen Jahresziele hatten die Aktie auf den Jahresanfangsstand zurücksausen lassen. Doch nun könnte es dem Biotechnologieunternehmen wie manch gefallenen Star ergehen: Nach dem Absturz sind sie erst recht interessant. Das glaubt zumindest Analyst Falko Friedrichs von der Deutschen Bank, der die Aktie nun von "Hold" auf "Buy" hochgestuft hat. An seinem Kursziel von 25 Euro hält Friedrich fest - immerhin ergibt das gut 20 Prozent Potenzial für Evotec. Am Donnerstag legte der Aktienkurs zuletzt um mehr als vier Prozent auf 20,40 Euro zu.

Die Halbjahreszahlen hatten den Analysten nicht erschüttert. Die Wachstumsaussichten seien ungebrochen und das laufende Jahr sollte einmal mehr stark ausfallen, stellt Friedrichs fest. Mehr noch: Der Ausblick könnte von Evotec in den kommenden Monaten nochmals angehoben werden. Wegfallende Zahlungen von Sanofi im kommenden Jahr sind für ihn kein Grund zu zweifeln, da er dies schon geahnt und entsprechend berücksichtigt hatte.

Auch die langfristigen Aussichten haben es Friedrichs angetan. Der Wirkstoffforscher gehöre zu den weltweit führenden Unternehmen in einem stark wachsenden Markt, der vom Trend zum Outsourcing profitiere, schrieb er. Als einer der Platzhirsche könnte eine Konsolidierung der fragmentierten Branche Evotec begünstigen.

In der Waagschale liege zudem die Pipeline Evotecs mit über 100 möglichen Produkten, die mit Partnern entwickelt werden. Die erste Zulassung hält Friedrichs in zwei bis drei Jahren für möglich. Und nicht zuletzt seien auch die Insiderkäufe ein positives Signal. Den jüngsten Erwerb eigener Aktien durch den Vorstandsvorsitzenden wertet Friedrichs als Vertrauensbeweis./mf/ck/jha/

Mit der Einstufung "Buy" empfiehlt die Deutsche Bank auf Basis der erwarteten Gesamtrendite für die kommenden zwölf Monate den Kauf der Aktie.

Analysierendes Institut Deutsche Bank.

Veröffentlichung der Original-Studie: 21.08.2019 / Uhrzeit in Studie nicht angegeben / GMT Erstmalige Weitergabe der Original-Studie: 21.08.2019 / 15:36 / GMT