von Oskar Herbert

Düsseldorf, 06.05.2015: Die Kurse von Bundesanleihen sinken weiter: Zuletzt akzeptierten Verkäufer des 2,5%ers Bundesrepublik mit Laufzeit bis 2044 schon Kurse von nur noch kaum mehr als 135%. Eine Woche zuvor hätten sie 145% dafür bekommen. Mitte April waren sogar fast 160% für diese Langläuferanleihe bewilligt worden. Vereinzelt wird schon der Begriff "Crash" für diesen Absturz der Anleihenkurse verwendet. Er betrifft nicht nur "Bund44" sondern zieht sich durch alle Laufzeiten und über die Bundesgrenzen hinweg. Der 4,5%er Frankreich41 ist nun für 165% zu haben. Mitte April waren dafür freiwillig 184% bezahlt worden. Nur die 3%-Griechen-Anleihe?42 wird jetzt wieder besser bezahlt: Statt 42% im April bewilligen Käufer jetzt 52% für dieses Papier. Ebenfalls weniger schlechte Kurse bewilligen sie für andere Griechen-Anleihen.

Worauf die Käufer von Griechen-Anleihen spekulieren, darüber soll hier nicht spekuliert werden. Klar ist inzwischen: Die Griechen-Wirtschaft nimmt 2015 nicht die positive Entwicklung, die ursprünglich erwartet worden war und nötig wäre, um die Schuldenproblematik des Landes zu lindern. Im Gegenteil: Die Probleme nehmen neuerlich zu. Das "Ende mit Schrecken" rückt näher, um den "Schrecken ohne Ende" zu beenden. Soweit die Kurse von Nicht-Griechen-Anleihen sinken, steigen deren Renditen. Die Sätze sind aber bei Weitem noch nicht wieder so hoch, dass sich Anlegen in diesen "guten" Staatsanleihen lohnen würde.

Das könnte Sie auch interessieren:

Abengoa: 8 Prozent mit Sonnen-Anleihe

Underberg: 3 Prozent für Schnaps-Festgeld

Camigo AG: 15 Prozent mit Spiele-Anleihe

Golfino: 6 Prozent mit Golf-Anleihe

Alle News zu Anleihen finden Sie auf www.boersennews.de/markt/anleihen

Haftungsausschluss/Disclaimer

Die hier angebotenen Artikel dienen ausschließlich der Information und stellen keine Kauf- bzw. Verkaufsempfehlungen dar. Sie sind weder explizit noch implizit als Zusicherung einer bestimmten Kursentwicklung der genannten Finanzinstrumente oder als Handlungsaufforderung zu verstehen. Der Erwerb von Wertpapieren birgt Risiken, die zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals und - je nach Art des Investments - sogar zu darüber hinausgehenden Verpflichtungen, bspw. Nachschusspflichten, führen können. Die Informationen ersetzen keine auf die individuellen Bedürfnisse ausgerichtete fachkundige Anlageberatung. Eine Haftung oder Garantie für die Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der zur Verfügung gestellten Informationen sowie für Vermögensschäden wird weder ausdrücklich noch stillschweigend übernommen.