APA ots news: Digitalisierungsindex 2021: Corona-Schub nur für große Unternehmen, Kleinbetriebe weiterhin mit Aufholbedarf. - ANHANG

Wien (APA-ots) -

* Digitalisierungsindex für Österreich kaum verändert bei 35 von

100 Punkten.

* Home-Office, Videotelefonie und Co. erreichen fast nur

Großbetriebe.

* Auch Online-Handel zeigt noch keinen Durchbruch.

Ein Jahr Corona-Pandemie hat die Digitalisierung der

österreichischen Unternehmen bei weitem nicht so stark beschleunigt

wie angenommen. Großbetriebe, die Industrie und einzelne Branchen wie

Bildung, Kultur, Kommunikationswirtschaft und Tourismus haben zwar

einen wahren Digitalisierungsschub erhalten. Diese Vorreiter sind

jedoch nur ein kleiner Teil des Gesamtbilds. In anderen schwer

betroffenen Branchen - Handel, Handwerk oder Logistik - haben nur

wenige durch weitere Digitalisierungsschritte den Betrieb

aufrechterhalten. Im Handel etwa hat gerade einmal jedes zehnte

Unternehmen verstärkt auf neue Online-Absatzkanäle gesetzt, zeigt der

vom Telekommunikationsanbieter Drei bei Arthur D. Little Austria und

marketmind in Auftrag gegebene neue Digitalisierungsindex 2021 für

Österreich, der am Dienstag veröffentlicht wurde.

Vor allem Klein- und Kleinstbetriebe wurden von der Krise so

massiv getroffen, dass an Digitalisierungsinvestitionen nicht zu

denken war. Die Kluft zwischen Klein und Groß hat sich dadurch noch

weiter vergrößert. Von den größten Unternehmen des Landes gaben in

der aktuellen Befragung mehr als 90 Prozent an, dass Corona ihre

Digitalisierung beschleunigt hat. Im Gesamtdurchschnitt über alle

Unternehmenskategorien betrachtet hat jedoch kaum mehr als ein

Drittel digitale Fortschritte erzielt.

Rudolf Schrefl, CEO von Drei: "Zweifelsohne hat Corona in

Österreich für einen Digitalisierungsschub gesorgt. Auch wenn es

immer noch viel zu wenige sind, gab es unter den österreichischen

Unternehmen noch nie so viele digitale Champions. Die knapp 20

Prozent der Betriebe, die man in Österreich grundsätzlich als

digitalisiert bezeichnen kann, sind aber mit wenigen Ausnahmen

Großbetriebe. Vielen Klein- und Kleinstbetrieben hat die Pandemie

schwer zugesetzt. Diesen Betrieben müssen wir jetzt besonders zur

Seite stehen, damit wir auf dem Weg in die Zukunft niemanden

zurücklassen."

Der Digitalisierungsindex errechnet sich aus fünf Einzelfaktoren -

von der IT-Ausstattung und Vernetzung, über Online-Präsenz und

-vertrieb bis zur Arbeitsweise. Auf einer Skala von eins bis hundert

misst der Index den Digitalisierungsgrad des Unternehmens. Heimische

Großbetriebe erreichten dabei zuletzt einen durchschnittlichen

Fortschrittsgrad von 54 Zählern, um 11 Punkte mehr als noch 2019. Bei

Kleinstunternehmen hat sich der Wert mit 34 Zählern kaum verändert.

In Summe ist damit der Digitalisierungsindex für Unternehmen in

Österreich 2021, gegenüber vor der Pandemie, nur marginal von 34 auf

35 Punkte gestiegen.

Zwtl.: ADL Austria Managing Partner Taga: Jeder dritte Betrieb hat

keinen adäquaten Internet-Zugang.

Der Digitalisierungsindex wurde 2017 von Drei gemeinsam mit Arthur

D. Little Austria, WKO und WU Wien initiiert. Für den aktuellen

Digitalisierungsindex hat das Marktforschungsunternehmen marketmind

im Auftrag von Drei im Jänner und Februar dieses Jahres 811

Unternehmen befragt - repräsentativ über alle Branchen und

Betriebsgrößen für ganz Österreich. Die Strategie- und

Innovationsberatung Arthur D. Little Austria hat die Daten analysiert

und mit den Ergebnissen aus den Jahren vor der Pandemie verglichen.

"Initiativen für mehr Beratung und für eine leichtere Finanzierung

gibt es, müssen aber noch bekannter werden. Außerdem benötigen die

Betriebe dringend breitflächig schnelles Internet: Rund ein Drittel

sitzt hier immer noch vor leeren Gläsern", so Karim Taga, Managing

Partner von Arthur D. Little (ADL) Austria.

Zwtl.: Digitalisierungs-Boost in Großbetrieben verzerrt Gesamtbild.

Laut Stefan Schiel, Managing Partner von marketmind, haben mehr

als die Hälfte der Großunternehmen im Zuge der Pandemie Home-Office

oder Videokonferenztools eingeführt oder deren Einsatz verstärkt.

Berücksichtigt man auch die kleinen Betriebe, geben aber gerade

einmal 8 Prozent an, vermehrt videotelefoniert zu haben und nur 6

Prozent haben in Corona-Zeiten zum ersten Mal oder verstärkt im

Home-Office gearbeitet.

In Summe wird Home-Office nun in vier von zehn Unternehmen

genutzt. Fast die Hälfte der Betriebe arbeitet auch nach Corona

weiterhin ohne Telefon-, Video- und Webkonferenzen und ohne Digitale

Signatur. Cloud-Services nutzen überhaupt erst 39 Prozent der

Betriebe.

Zwtl.: Fortschritte in Industrie, Bildung, Kultur und Tourismus.

Besonders betroffene Branchen zeigen auf, wohin die Reise geht:

Vor allem Industrie, Tourismus, Bildung, Kultur und die

Kommunikationswirtschaft haben im Digitalisierungsindex einen Sprung

nach vorne gemacht. Die Bildung, wo Videokonferenztools erstmals

eingeführt und sofort intensiv genutzt wurden, zählt nach Corona

jetzt zu den Top 6 der Digitalisierung in Österreich.

Jedoch: Über alle Branchen verzichtet nach wie vor jedes dritte

Unternehmen auf die digitale Ansprache bestehender und neuer Kunden.

Dementsprechend erzielt immer noch der Großteil der Unternehmen unter

10 Prozent des Umsatzes über digitale Kanäle. Immer noch besitzt ein

Viertel der Betriebe keine eigene Website und nur ein Zehntel verfügt

über einen Webshop.

Ähnlich die Situation im Gesundheits- und Sozialwesen, wo

Online-Termin-Buchungen, digitale Befunde, E-Medikation und

elektronischer Impfpass eine völlig neue Bedeutung gewonnen haben.

Dennoch ist das Gesundheitswesen nach wie vor der am schwächsten

digitalisierte Sektor in Österreich.

Zwtl.: Drei unterstützt Unternehmen mit größtem 5G Netz Österreichs.

"Die weitere Digitalisierung der österreichischen Unternehmen wird

für ihre zukünftige Wettbewerbsfähigkeit nach Corona entscheidend

sein. Daher müssen wir jetzt alles unternehmen, um die digitale Kluft

zwischen Klein- und Großbetrieben, die sich hier in einem Jahr

Pandemie weiter geöffnet hat, wieder zu schließen", betont Drei CEO

Rudolf Schrefl.

Um die Klein- und Mittelbetriebe zu unterstützen, hat Drei 2018

die Initiative "Drei Digitalimpuls" ins Leben gerufen, in dessen

Rahmen der Drei Digitalimpuls Award in diesem Jahr bereits zum

dritten Mal an digitale Vorreiter in Österreich verliehen wird. Drei

Österreich ist auch Teil der Regierungsinitiative Digital Team

Österreich. Im Zuge dessen hat Drei in der Pandemie mehreren tausend

Unternehmen einen leistungsstarken, gratis Internet-Zugang zur

Verfügung gestellt.

In den kommenden Jahren errichtet Drei das größte 5G Netz

Österreichs und wird damit auch mehr als 700 der entlegensten

Gemeinden Österreich erstmals mit High Speed-Internet versorgen.

Gerade das Gesundheitswesen zeigt, welche entscheidende Rolle

Ausstattung und Infrastruktur bei der weiteren Digitalisierung

spielen. Mit HEALIX hat Drei für Krankenhäuser, Ärzte und Apotheken

ein eigenes, ausfallsicheres Netz aufgebaut. Drei plant, HEALIX

geografisch und mit neuen Anwendungen weiter auszubauen. Seit kurzem

stellt Drei für die Erfassung der Corona-Impfung im digitalen

Impfpass die notwendige Ausstattung in den Arztpraxen bereit.

Zwtl.: Digitalisierung braucht Unterstützung der Politik.

Beim weiteren Ausbau setzt Drei auch auf die Unterstützung der

Politik. "Die heimischen Telekombetreiber werden in den kommenden

Jahren für die Anbindung der österreichischen Unternehmen an

schnelles Internet drei Milliarden Euro investieren. Dafür benötigen

wir faire rechtliche Rahmenbedingungen, die den 5G Ausbau

beschleunigen und nicht behindern", so Schrefl.

Zwtl.: Es bedarf einer gemeinsamen Anstrengung für erfolgreiche

digitale Transformation.

Unternehmer wünschen sich bei der Digitalisierung vorrangig

Umsetzungsberatung, eine schnellere Internetverbindung und

verbesserte rechtliche Rahmenbedingungen. Speziell KMUs können durch

Unterstützung in diesen Bereichen Wissenslücken schließen und

technische Rückstände verkleinern. Diese Aufgabe, so Karim Taga,

Arthur D. Little (ADL) Austria, könne nicht von einer Stelle allein

gemeistert werden. Gemeinsame Anstrengungen der drei wesentlichen

Stakeholder ICT-Anbieter, öffentliche Hand und Corporates sind

notwendig, um mit effektiven Maßnahmen und Programmen die digitale

Transformation zu unterstützen und Anreize zur Digitalisierung zu

schaffen.

"ICT-Anbieter sollten flächendeckende leistungsfähige

Infrastruktur schaffen und ihre Angebote auf die Bedürfnisse von KMUs

zuschneiden. Die öffentliche Hand sollte existierende Initiativen

weiter fördern und gleichzeitig neue innovative Programme einführen.

Corporates sollten ein digitales Ökosystem stimulieren,

Know-how-Transfer ermöglichen und ein regionales Ökosystem aufbauen",

empfiehlt Taga abschließend.

Über Drei.

Hutchison Drei Austria GmbH ist ein 100Prozentiges Tochterunternehmen

von CK Hutchison Holdings Limited (Hongkong) und als Teil der

Division "3Scandinavia & Austria" Mitglied der 3Group Europe. Drei

erzielte im Geschäftsjahr 2020 einen Umsatz von 850 Mio. Euro und

zählt rund 3,7 Mio. Kunden. Als führender Telekommunikations-Anbieter

in Österreich bietet das Unternehmen Mobiltelefonie, Internet,

Festnetz, Fernsehen und Business-Lösungen aus einer Hand. Neben dem

größten Shop-Netz aller österreichischen Telekom-Betreiber und einem

umfassenden Kundendienst für Privat- und Geschäftskunden verfügt Drei

mit einer Bevölkerungs-Abdeckung von 98 Prozent auch über das

leistungsfähigste LTE-Netz des Landes. Im Juni 2019 startete Drei das

erste, echte, zusammenhängende 5G Netz Österreichs in Linz.

Über Arthur D. Little.

Arthur D. Little zählt seit 1886 zu den Innovationsführern in der

Consultingbranche. Wir sind ein anerkannter Experte für Unternehmen,

die Strategie, Innovation und Transformation in technologieintensiven

und konvergierenden Branchen verbinden wollen. Arthur D. Little

navigiert Kunden durch sich verändernde Märkte und Ökosysteme und

unterstützt sie dabei, in diesem Wandel die führende und gestaltende

Rolle einzunehmen. Unsere Mitarbeiter verfügen über tiefgreifende

Industrieerfahrung und kennen die Trends von morgen und ihre

Auswirkungen auf einzelne Branchen. Arthur D. Little unterhält Büros

in den wichtigsten Wirtschaftszentren weltweit. Wir sind stolz

darauf, für viele der Fortune 1000 Unternehmen weltweit sowie andere

Marktführer und Organisationen des öffentlichen Sektors tätig zu

sein.

Über marketmind.

marketmind wurde 1996 als Spin-off des Lehrstuhls für Marketing der

Wirtschaftsuniversität Wien gegründet und hat sich zu Österreichs

führendem Unternehmen im Bereich der datengestützten

Marketingberatung entwickelt. Bis heute liefert die enge Verbindung

zur Universität nicht nur Inspiration, sondern auch junge und

dynamische Mitarbeiter mit internationalem Hintergrund. Inzwischen

umfasst das Team über 50 Beraterinnen und Berater.

Rückfragehinweis:

Hutchison Drei Austria Gmbh

Tom Tesch

Pressesprecher

+43 (0) 50 660 33700

tom.tesch@drei.com

www.drei.at/Presse

ADL Kontakt:

Julia Piringer-Acobas, BA MA

Marketing and Communications

Arthur D. Little Austria GmbH

Tel.: +43 1 515 41 - 45

Mobil: +43 664 605 41 16

E-Mail: Piringeracobas.julia@adlittle.com

Web: www.adlittle.at

marketmind Kontakt:

Stefan Schiel

Managing Director

marketmind GmbH

Tel.: +43 (0) 1 369 4626 17

E-Mail: s.schiel@marketmind.at

Web: www.marketmind.at

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OTS0110 2021-05-11/11:00