APA ots news: Empfehlung an Finanzdienstleister auf Ausschüttungen zu verzichten, wird aufgehoben.

Wien (APA-ots) - Auf Basis der jüngsten makroökonomischen Analysen sowie

der Konjunkturprognosen haben die Bankenaufsichtsbehörden der

Europäischen Union, die im Einheitlichen Aufsichtsmechanismus SSM

unter dem Lead der Europäischen Zentralbank (EZB) zusammenarbeiten,

beschlossen, die Empfehlung, auf Dividendenausschüttungen,

Anteilsrückkäufe sowie variable Vergütungen zu verzichten, mit

Wirkung vom 30. September 2021 aufzuheben. Im Sinne

branchenübergreifend fairer Wettbewerbsbedingungen auf dem

österreichischen Finanz- und Kapitalmarkt wird die FMA, die von ihr

auch auf andere Finanzdienstleister ausgedehnten

Ausschüttungsbeschränkungen im Gleichschritt wieder aufheben.

Weiterhin vorsichtige und vorausschauende Kapitalplanung geboten

"Das im Zuge der durch die COVID-19-Pandemie verursachten massiven

wirtschaftlichen Turbulenzen von der Aufsicht den

Finanzdienstleistern auferlegte De-Facto-Verbot, Dividenden und Boni

auszuschütten, hat sich bewährt," so der Vorstand der

österreichischen Finanzmarktaufsicht FMA, Helmut Ettl und Eduard

Müller: "Es hat wesentlich dazu beigetragen, dass die Kapitalbasis

der heimischen Anbieter - trotz der großen wirtschaftlichen

Herausforderungen - nicht ausgedünnt sondern zum Teil sogar gestärkt

worden ist." Das sei eine wesentliche Voraussetzung, damit die

Finanzdienstleister Unternehmen wie private Haushalte kraftvoll auf

dem Weg aus der Krise unterstützen können.

Der Vorstand der FMA mahnt von den Finanzdienstleistern aber "auch

weiterhin eine vorsichtige und vorausschauende Kapitalplanung ein,

die die Nachhaltigkeit ihrer Geschäftsmodelle und das erhöhte Risiko

durch die wirtschaftlichen Herausforderungen sowie drohende Verluste

nach dem Auslaufen der staatlichen Unterstützungsmaßnahmen

berücksichtigt." Diese Erwartungshaltung werde die FMA betroffenen

Instituten erforderlichenfalls auch direkt kommunizieren.

Rückfragehinweis:

Finanzmarktaufsicht

Klaus Grubelnik (FMA-Mediensprecher)

+43/(0)1/24959-6006 oder +43/(0)676/882 49 516

Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/694/aom

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OTS0103 2021-07-23/18:05