Finanzminister Blümel freut sich, dass "das neue Angebot zur

Unterstützung von Digitalisierung angenommen wird."

Wien (APA-ots) - Österreichs Finanzmarktaufsichtsbehörde (FMA) hat den

ersten Teilnehmer in ihre Regulatory Sandbox aufgenommen. In der

Sandbox können innovative Geschäftsmodelle, die der

Finanzmarktregulierung unterliegen, auf die Einhaltung der

aufsichtsrechtlichen Anforderungen geprüft und zur regulatorischen

Reife entwickelt werden. Die Sandbox steht sowohl neu gegründeten

Unternehmen (Start-ups) als auch bereits beaufsichtigten

Finanzdienstleistern zur Erprobung und Entwicklung innovativer

FinTech-Geschäftsmodelle offen. "Unsere Regulatory Sandbox soll

Innovationen fördern und so den Finanzplatz und Wirtschaftsstandort

Österreich stärken," so der Vorstand der FMA, Helmut Ettl und Eduard

Müller: "Wir als Aufsicht gewinnen dadurch auch einen besseren und

tieferen Einblick in die laufenden technologischen Entwicklungen."

Finanzminister Gernot Blümel freut sich, "dass das jüngst

geschaffene Angebot zur Unterstützung von Digitalisierung angenommen

wird und nun bereits ein erstes FinTech-Unternehmen in der Sandbox

aufgenommen ist. Besonders in Zeiten der Krise ist die

Digitalisierung eine Chance für Unternehmen in Österreich, die auch

von staatlicher Seite gefördert werden muss. Die Regulatory Sandbox

leistet dazu ihren Beitrag im Finanzbereich und ermöglicht damit

Innovation für Unternehmen und ein besseres Angebot für

österreichische Konsumenten."

Eine App für den Handel von digitalisierten Wertpapieren

Das erste FinTech, das in die Sandbox aufgenommen wurde will eine

App für den Handel von Security Token, digitalen Wertpapieren auf

Basis der Blockchain-Technologie, anbieten: Dabei werden Kauf- und

Verkaufsaufträge bilateral vermittelt sowie Portfolio Management und

Anlageberatung angeboten. Hinzu sollen Dienstleistungen in Bezug auf

virtuelle Währungen kommen. Die Antragstellerin strebt eine

Konzession als Wertpapierfirma sowie eine Registrierung als

Dienstleister in Bezug auf virtuelle Währungen an. Bereits während

der Testphase hat der Anbieter gegenüber Kunden alle regulatorischen

Anforderungen zu erfüllen. Denn ohne behördliche Erlaubnis darf auch

in der Sandbox niemand konzessions- oder registrierungspflichtige

Finanzdienstleistungen anbieten.

Der gesetzlich eingerichtete Regulatory Sandbox Beirat, dem

Vertreter der öffentlichen Verwaltung, der Wirtschaft, der

Wissenschaft und der Aufsicht angehören, hat im Zulassungsverfahren

zum Vorliegen des volkswirtschaftlichen Interesses aus

gesamtwirtschaftlicher und standortpolitischer Sicht sowie zur Test-

und Marktreife des Geschäftsmodells Stellung genommen.

Die Regulatory Sandbox ergänzt die Kontaktstelle FinTech der FMA,

die auch weiterhin zentrale Ansprechpartnerin für alle Fragen von

FinTechs zur Konzessions-, Registrierungs-, oder Prospektpflicht ist.

Weitere Informationen zur Regulatory Sandbox finden Sie auf der

Website der FMA unter dem Link: [Portal zur Sandbox & Kontaktstelle

FinTech auf der FMA-Website]

(https://www.fma.gv.at/kontaktstelle-fintech-sandbox/)

Rückfragehinweis:

Finanzmarktaufsicht

Klaus Grubelnik (FMA-Mediensprecher)

+43/(0)1/24959-6006 oder +43/(0)676/882 49 516

Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/694/aom

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