APA ots news: FMA-Bericht zum Asset Management am österreichischen Fondsmarkt im 3. Quartal 2019: Fondsvermögen stieg um 8,9% auf 189,2 Mrd.

Wien (APA-ots) - Österreichs Fondsindustrie verwaltete zum 30.09.2019 ein Fondsvermögen in Höhe von 189,2 Mrd., was einen Anstieg in den ersten neun Monaten des Jahres um 15,4 Mrd. oder 8,9% bedeutet. 898 Mio. resultierten dabei aus Nettomittelzuflüssen, der große Rest entfiel auf Kursgewinne. Vom gesamten inländischen Fondsvermögen steckten rund 107 Mrd. (+9.0%) in inländischen Alternativen Investmentfonds (AIF), 82,2 Mrd. (+8,7%) in inländischen "Organismen zur gemeinsamen Veranlagung in Wertpapieren" (OGAW). Der Anteil der AIF am gesamten Fondsvermögen nimmt dabei seit Jahren konstant zu, von 53% im Jahr 2014 auf 56,6% Ende 3. Quartal 2019.

Zwtl.: Große Zuwächse für Misch- und Aktienfonds sowie für Nachhaltigkeitsfonds

Je nach Veranlagungsstrategie hat sich das Fondsvermögen in den ersten drei Quartalen jedoch sehr unterschiedlich verändert: Mischfonds legten um +11,4% auf 80,3 Mrd., Rentenfonds um +4,4% auf 62,7 Mrd., Aktienfonds um +15,9% auf 30,0 Mrd. und Immobilienfonds um +8,8% auf 9,3 Mrd. zu. Geldmarktfonds und kurzfristige Rentenfonds hatten hingegen ein Minus von 5,7% auf 5,9 Mrd. zu verbuchen. Private Equity Fonds mit 0,6 Mrd. sowie sonstige Fonds 0,4 Mrd. blieben in etwa gleich. Die stärksten Zuwächse entfallen aber auf einen relativ jungen Fondstyp, auf Nachhaltigkeitsfonds nach dem österreichischen Umweltzeichen 49 (UZ49): diese legten um +61,3% oder + 3,5 Mrd. auf 9,33 Mrd. zu. Im langfristig Trend weisen auf dem österreichischen Fondsmarkt insbesondere Mischfonds sowie Immobilienfonds Nettomittelzuflüsse auf, Rentenfonds verbuchen hingegen Nettomittelabflüsse.

Zwtl.: Ein breit gefächertes Fondsangebot

Österreichische Fonds gliederten sich zum 30.09.2019 in 924 Organismen zur gemeinsamen Veranlagung in Wertpapieren (OGAW) und 1.112 Alternative Investmentfonds (AIF). Von diesen insgesamt 2.036 Fonds dürfen 1.074 als Publikumsfonds an das breite Publikum vertrieben werden. Der Rest darf nur an institutionelle Investoren verkauft werden. Nach Veranlagungsstrategie kategorisiert teilen sich diese in 1.106 Mischfonds, 449 Rentenfonds, 329 Aktienfonds, 56 kurzfristige Rentenfonds, 31 Private Equity Fonds, 18 Immobilienfonds sowie 47 sonstige Fonds. Die Gesamtanzahl der österreichischen Fonds reduzierte sich im laufenden Jahr 2019 um 42 Fonds.

Überdies waren zum 30.09.2019 7.495 OGAW und 1.372 AIF ausländischer KAG und AIFM zum Vertrieb in Österreich notifiziert. Nach Herkunftsländern sind dabei insbesondere Luxemburg, Irland, Großbritannien, Deutschland und Frankreich hervorzuheben.

Grundsätzlich wird die österreichische Landschaft im Asset Management langfristig vielfältiger und komplexer. Die Zahl österreichischer Kapitalanlagegesellschaften (KAG) ist zwar seit Jahren rückläufig und hält derzeit bei 14 (2014: 24) gleichzeitig steigt aber die Anzahl von Alternativen Investmentfondsmanagern (AIFM), von 40 zum Jahresultimo 2014 auf 50 Ende 3. Quartal 2019. Von den 14 KAG verfügten 13 auch über eine Konzession als AIFM. Von den fünf zugelassenen Immobilien-Kapitalanlagegesellschaften verfügt jede auch über eine Konzession als AIFM. 28 weitere Unternehmen sind als AIFM registriert, worunter acht Unternehmen wiederum auch als EuVECA-Verwalter zugelassen sind.

Im laufenden Jahr 2019 wurden insgesamt zwei neue AIFM registriert (einer davon auch als EuVECA-Verwalter zugelassen), während die Konzession zweier KAG (eine davon auch als AIFM) sowie die Registrierung eines AIFM erlosch.

Den gesamten Quartalsbericht finden Sie online auf der FMA-Website unter [https://www.ots.at/redirect/fma22] (https://www.ots.at/redirect/fma22)

Rückfragehinweis: Finanzmarktaufsicht Klaus Grubelnik (FMA-Mediensprecher) +43/(0)1/24959-6006 oder +43/(0)676/882 49 516

Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/694/aom

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