Einige Wochen vor dem voraussichtlichen Launch wird wild über die neueste iPhone-Generation spekuliert. Neben dem konkreten Termin für die Markteinführung des neuen Smartphones wird insbesondere über mögliche technologische Neuerungen gerätselt. Doch am Montag lässt dann plötzlich ein bestimmtes Feature sowohl die Anleger von Apple als auch die des potenziellen Partners für das iPhone 13, Globalstar, aufhorchen. 

Der September steht schon vor der Tür und damit auch die Vorstellung des neuen iPhones. Einen konkreten Termin gibt es dafür zwar noch nicht, doch vielerorts wird vermutet, dass es am 7. oder 14. September soweit sein könnte. Allerdings brodelt die Gerüchteküche am Montag vor allem aufgrund möglicher neuer Funktionen des Smartphones. 

Experten-Äußerung lässt Globalstar‑Aktie gewaltig in die Höhe schießen

Auslöser der Spekulationen sind die geäußerten Vermutungen des Apple-Experten bei TFI Securities, Ming-Chi Kuo. Dieser ließ verlauten, dass die zukünftigen iPhone-Modelle schon die  technischen Voraussetzungen erfüllen könnten, welche für eine Verbindung mit extraterrestrischen Netzwerken nötig sind: „Wenn Apple die relevanten Software-Funktionen aktiviert, können iPhone-13-Besitzer via Satellit telefonieren und Textnachrichten versenden, wenn sie sich außerhalb der 4G/5G-Netzes befinden“, so Kuo. 

Der Experte bisher unveröffentlichter Apple-Produkte nennt dafür auch stichhaltige Argumente: Der Tech-Gigant habe schon vor längerem ein Team gegründet, welches die entsprechenden Technologien und Anwendungen erforsche und entwickle. Aus den Informationen bezüglich der Lieferketten und Zuliefererdaten lässt sich laut Kuo zudem entnehmen, dass im neuen iPhone ein spezieller Baseband-Prozessor namens X60 von Qualcomm enthalten ist. Dieser soll Studienergebnissen zufolge eine Verbindung mit Satelliten in der niedrigen Erdumlaufbahn ermöglichen. 

Macht die Kooperation zwischen Apple und Globalstar das  iPhone 13 zum neuen Tech-Pionier? 

Aufgrund der Tatsache, dass Qualcomm gemeinsam mit weiteren Unternehmen Globalstar gründete, vermutet Kuo, dass Globalstar der potenzielle Netzwerk-Partner von Apple sein könnte. Bei der Frage danach, wie Apple und Globalstar genau miteinander kooperieren, sieht der Experte “viele mögliche Szenarien”. Am naheliegendsten wäre seiner Ansicht nach, wenn die Netzbetreiber der iPhone-Nutzer bereits mit Globalstar zusammenarbeiten würde und den Satelliten-Kommunikationsdienst unmittelbar via Tarif auf dem iPhone 13 verwenden könnten. 

Wenn das neue iPhone wirklich über die Option der Satellitenkommunikation verfügen sollte, dann würden beispielsweise die lästigen Funklöcher entfallen und auch langsame Ladezeiten würden zumindest für iPhone-Nutzer der Vergangenheit angehören. Laut Kuo hätte sich Apple damit neben dem First-Mover-Vorteil des iPhones auch enorme Chancen für weitere künftige Produkt-Kategorien wie IoT-Accessoires, ein mögliches Apple Car oder Headsets mit AR- oder VR-Funktionen verschafft. 

Apple wird mit dieser Technologie eine klare Vorreiterrolle im Bereich der Satellitentelefone einnehmen. Denn um ähnliche Funktionen in ihre Geräte integrieren zu können, müsste die Konkurrenz laut Kuo warten, bis Qualcomm im nächsten Jahr den Nachfolger-Chip X65 auf den Markt bringt. Apple würde bei Smartphones noch einmal neue technische Standards setzen, die sich sehr wohl auf die Verkaufsdaten auswirken würden. 

Apple-Aktie kommt trotz möglicher Hammer-News nicht auf Trab – Qualcomm-Aktie mit einem Plus von 75%!

Die Nachrichten vom Montag gaben zunächst einen Anstoß für den angeblichen Apple-Partner Globalstar, dessen Aktienkurs im vorbörslichen Handel in den USA um satte 75 % in die Höhe schoss. Im Gegensatz dazu stagnierte die Apple-Aktie im Grunde, bleibt aber angesichts ihres starken langfristigen Ausblicks ein Favorit unter den Tech-Aktie. 

Am Montagnachmittag gewann das Papier in Frankfurt bis zu 2,19% und erreichte sein Tageshoch bei 128,96 Euro. 

/sf