WIESBADEN (dpa-AFX) - Deutschland ist auch im vergangenen Jahr im europäischen Vergleich ein Hochlohnland geblieben. In der Industrie kostet eine Arbeitsstunde einschließlich der Lohnnebenkosten 41,60 Euro und damit 46 Prozent mehr als im Schnitt der 27 EU-Staaten, wie das Statistische Bundesamt am Montag in Wiesbaden mitteilte. Teurer war die Industriearbeitsstunde damit nur in Dänemark (47,80 Euro) und Belgien (44,20 Euro).

Unter zusätzlicher Berücksichtigung der wirtschaftlichen Dienstleistungen lagen die deutschen Arbeitskosten mit durchschnittlich 36,70 Euro pro Stunde wie bereits im Vorjahr auf dem siebten Rang in Europa. Sie stiegen mit 3,0 Prozent etwas schneller als im Durchschnitt der übrigen Länder. Der EU-Schnitt betrug 28,00 Euro pro Stunde und die niedrigsten Kosten fielen in Bulgarien an mit 6,40 Euro.

Bei den Lohnnebenkosten wie zum Beispiel Sozialversicherungen müssen deutsche Unternehmen vergleichsweise geringe Lasten von 27 Euro pro 100 Euro Bruttolohn tragen. Das bedeutet Rang 12 in Europa und 5 Euro weniger als im EU-Schnitt. In Schweden betragen die Nebenkosten 47 Euro pro 100 Euro Bruttolohn./ceb/DP/men