Washington (dpa) - Inmitten einer Diskussion über eine möglicherweise bevorstehende Konjunkturdelle in den USA ist die Arbeitslosigkeit im Dezember erstmals seit einem halben Jahr wieder gestiegen.

Die Quote lag im Dezember bei 3,9 Prozent - 0,2 Punkte höher als einen Monat zuvor, Wie das Büro für Arbeitsmarkt-Statistik beim US-Arbeitsministerium am Freitag mitteilte.

Größer war die Quote zuletzt mit 4,0 Prozent im Juni gewesen. Andererseits wurden im Dezember aber auch 312.000 neue Jobs geschaffen - mehr als doppelt so viele wie im November. Präsident Donald Trump bezeichnete die Nachrichten der Statistiker als «großartig».

Gleichzeitig legten die Löhne in den USA vergleichsweise deutlich zu. Das Niveau lag im Dezember um 0,4 Punkte über dem von November, teilte die Behörde weiter mit. Im Jahresvergleich stiegen Löhne und Gehälter um 3,2 Prozent.

Die Lohnentwicklung hat große Bedeutung für die Zinspolitik der US-Notenbank. Die Fed hatte zuletzt im Dezember gegen ausdrückliche Kritik Trumps den Leitzins leicht erhöht. Ihr Chef Jerome Powell bekräftigte, dass die Zentralbank im Fall einer sich abschwächenden Konjunktur ebenfalls eingreifen könne: «Wir sind bereit, die Geldpolitik rasch und flexibel anzupassen.» Alle Instrumente würden genutzt, um die Wirtschaft - falls nötig - zu stützen. «Es gibt keinen vorab festgelegten Pfad für die Geldpolitik.»

Auf die Frage, ob er zurücktreten würde, wenn Präsident Donald Trump ihn auffordern würde, sagte Powell, er würde dies nicht tun. Es sei auch kein Treffen anberaumt, um über die Geldpolitik zu sprechen.

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