CAMBRIDGE (dpa-AFX) - Der britische Pharmakonzern AstraZeneca hat seinen Umsatz und den Gewinn je Aktie in den ersten drei Monaten des Jahres gesteigert. Dazu haben maßgeblich Krebsmittel, neue Medikamente und gute Geschäfte in Wachstumsmärkten, insbesondere in China, beigetragen, wie der Arzneimittelhersteller am Freitag in Cambridge mitteilte. Der um Sonderkosten bereinigte Gewinn je Aktie stieg um 85 Prozent auf 0,89 US-Dollar, womit der Konzern die Erwartungen von Analysten übertraf. Unter dem Strich stand mit 563 Millionen Dollar fast 80 Prozent mehr Nettogewinn.

Die Erlöse zogen im ersten Quartal um 6 Prozent auf knapp 5,5 Milliarden Dollar (4,9 Mrd Euro) an, unter konstanten Wechselkursen betrug der Anstieg 11 Prozent. Konzernchef Pascal Soriot betonte die gute Entwicklung in Wachstumsmärkten mit Wachstumsraten von bis zu 28 Prozent in China.

Besonders die Krebsmedikamente Tagrisso, Lynparza und Imfinzi verkauften sich demnach gut. Für Lynparza habe der Konzern in der EU eine Genehmigung für die Behandlung von Metastasen bildendem Brustkrebs erhalten. Auch das Mittel Farxiga bekam Zulassungen für Typ-1 Diabetes. Außerdem erzielte das Asthma-Mittel Fasenra ein starkes Wachstum.

Ende März hatte AstraZeneca eine Krebsforschungskooperation mit dem japanischen Pharmaunternehmen Daiichi Sankyo angekündigt, für die die Briten eine Kapitalerhöhung von bis zu 3,5 Milliarden Dollar planen. Dabei geht es um den Wirkstoff Trastuzumab Deruxtecan gegen bestimmte Brust- und Magenkrebsarten.

Für 2019 bestätigte der Pharmakonzern seine Prognosen: Die Verkäufe sollen im hohen einstelligen Prozentbereich steigen, der Gewinn je Aktie soll in der Spanne von 3,50 bis 3,70 Dollar liegen. An der Börse in London stieg der Aktienkurs zu Handelsstart in der Spitze um 2,48 Prozent, zuletzt rutschte das Papier jedoch leicht ins Minus./elm/men/jha