GARBSEN (dpa-AFX) - LPKF Laser & Electronics rechnet wegen des Coronavirus und der üblichen Saisonalität der eigenen Geschäfte im laufenden Quartal mit einem schwachem Verlauf. Der Umsatz dürfte mit 18 bis 22 Millionen Euro deutlich unter dem Vorjahreswert von 36,4 Millionen Euro liegen, teilte das Unternehmen am Donnerstagabend in Garbsen mit. Beim Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) rechnet LPKF mit einem Verlust von 3 bis 5 Millionen Euro nach einem Gewinn von 6,1 Millionen Euro.

Anleger zeigten sich enttäuscht. Auf der Handelsplattform Tradegate sackte der Aktienkurs von LPKF zuletzt um zehn Prozent ab.

Allerdings wird der Virus der Mitteilung zufolge wohl nur zu zeitlichen Verschiebungen bei der Erfüllung einzelner Aufträge führen, so dass das Unternehmen unverändert mit wachsendem Umsatz und Ergebnis im Gesamtjahr rechnet. Im Laufe des ersten Quartals soll eine Prognose für das laufende Geschäftsjahr veröffentlicht werden. Auch langfristig bleibt LPKF positiv gestimmt: Für die folgenden Jahre sei weiterhin ein nachhaltiges, profitables Wachstum in allen Geschäftsbereichen zu erwarten. So soll 2024 der Umsatz bei über 360 Millionen Euro und die Ebit-Marge bei mindestens 25 Prozent liegen.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr hatte LPKF vorläufigen Berechnungen zufolge den Umsatz um 17 Prozent im Vorjahresvergleich auf 140 Millionen Euro gesteigert. Die eigene Prognose hatte bei 135 bis 140 Millionen Euro gelegen. Analysten gehen allerdings bereits von 140,7 Millionen Euro aus. Bei der Ebit-Marge rechnet das Unternehmen weiterhin mit 12 bis 14 Prozent./he/tih