Obwohl es im November zu einer satten Erholung der Aurora Cannabis-Aktie kam und das Papier um 186 Prozent an Wert zulegte, befürchtet ein Analyst nun, dass der Kurs sogar bis auf 0 US-Dollar fallen könnte. 

Dieses Jahr brachte Anlegern der Aurora Cannabis-Aktie insgesamt wohl nur wenig Freude.  Die Papiere sind an der New Yorker Börse um mehr als 50% gefallen und der Aktienkurs lag zwischenzeitlich sogar unter 4 US-Dollar. Doch zuletzt gab es Hoffnung, welche die Marktentwicklung und den Aktienkurs des kanadischen Cannabis-Riesen angefeuert hat. Allein im November gab es eine gesunde Erholung: Die Aurora Cannabis-Aktien stiegen um 186%. Grund dafür war die Aussicht auf die Öffnung des US-amerikanischen Cannabis-Marktes. Durch den Wahlsieg von Joe Biden dürften die Chancen auf eine Legalisierung in einem der größten potenziellen Cannabis-Märkte der Welt deutlich steigen.

Doch gerade als die Anleger aufgeatmet haben, gibt ein Analyst eine äußerst besorgniserregende Prognose ab. 

Befürchtung des Experten

Gordon Johnson zeigt sich wenig zuversichtlich für die Entwicklung der Aurora-Aktie. „Verkaufen. Oder sogar Leerverkäufe tätigen – denn diese Aktie wird auf 0 US-Dollar fallen“, zitiert Yahoo Finance den Analysten von GLJ Research. Grund für diese Aussage sei zum einen die starke Performance des Papiers im vergangenen Monat. Zum anderen sei auch die schwache Geschäftsentwicklung im letzten Quartal kein gutes Zeichen. Das Unternehmen konnte zwar auf Umsatzseite die Wartungen klar schlagen, im Großen und Ganzen wurde das Minus jedoch deutlich größer. Außerdem hätte Aurora auch sehr schnell viel Geld verbrannt. 

Johnson´s Gründe für einen möglichen Kurseinbruch

Der Experte nennt dem Portal zufolge drei potentielle Gründe für einen Crash der Aurora Cannabis-Aktie

Zunächst erwähnte er das Überangebot an Cannabis auf dem Markt, welches dazu geführt habe, dass Aurora in der Vergangenheit schnell Geld verloren hat. Gordon Johnson ist auch hinsichtlich der Aussichten für Wachstumschancen auf dem US-Markt weniger optimistisch als einige Investoren. Der Experte ist der Ansicht, dass Cannabis-Anleger die US-amerikanische Gesetzeslage fehlinterpretieren. Er glaubt, dass selbst unter der Führung des neuen Präsidenten eine Legalisierung „höchst unwahrscheinlich“ sei, da der US-Senat immer noch fest in den Händen der Republikaner liege. Selbst wenn eine Legalisierung erreicht wird, könne der Marihuana-Produzent davon nicht profitieren, da das Unternehmen in den Vereinigten Staaten „nicht legal operieren“ könne. Dafür wäre auch eine Änderungen im kanadischen Recht nötig.