MÜNCHEN (dpa-AFX) - Die Einstellungsbereitschaft bei deutschen Unternehmen ist den dritten Monat in Folge gesunken. Das zeigt das Beschäftigungsbarometer des Münchner Ifo-Instituts. Der Index sank um 0,6 Punkte auf 94,5 und damit den niedrigsten Wert seit Juli, wie die Wirtschaftsforscher am Mittwoch mitteilten. Nach einem Einbruch im Frühjahr hatte er sich zunächst schnell erholt, die neuen Einschränkungen im Zuge der zweiten Corona-Welle haben diese Entwicklung nun aber umgekehrt.

Besonders angespannt ist die Situation im Handel. Dort überwiegt die Zahl der Unternehmen, die Jobs abbauen wollen, am deutlichsten im Vergleich zur Zahl der Betriebe, die ihren Personalbestand ausbauen wollen. "Der Lockdown kostet im Einzelhandel Jobs", heißt es dazu vom Ifo. Immerhin gab es eine minimale Verbesserung zum Januar. Dagegen verschlechterte sich die Situation im Dienstleistungssektor und Bauhauptgewerbe jeweils deutlich gegenüber dem Vormonat.

Gegen den Trend entwickelt sich weiter das verarbeitende Gewerbe. Seit dem tiefen Einbruch im Frühjahr geht es dort kontinuierlich und steil nach oben - die Einstellungsbereitschaft ist den Ifo-Zahlen zufolge derzeit weit besser als vor Beginn der Corona-Krise. Allerdings überwiegen im verarbeitenden Gewerbe nach wie vor die Unternehmen, die Jobs abbauen wollen./ruc/DP/zb