STUTTGART (BOERSE-STUTTGART AG) - Auslandsmarktbericht der Börse Stuttgart

Dow Jones nimmt nächste Hürde nicht - Gazprom im Fokus - Barclays unter Druck

Der Dow Jones robbte sich am vergangenen Freitag an die Marke von 17.000 Punkten, konnte diese Hürde auch in den Folgetagen nicht überwinden. Als Störfeuer wurden die Ereignisse im Irak ausgemacht, die die Handelsteilnehmer zur Zurückhaltung bewogen. Zu den Tagesgewinnern am Montag gehörte die Aktie von Integrys Energy ( WKN A0MLXC ( INTEGRYS ENERGY Aktie) ) mit einem Plus von 15 Prozent. Der Energieversorger bekam ein Übernahmeangebot von Wisconsin Energy ( WKN 873322 ( WISCONSIN ENERGY Aktie) ), in dem man bereit ist für jede Integrys Aktie 1,128 Aktien von Wisconsin Energy zuzüglich 18,58 Dollar in bar zu zahlen. Gegenüber dem Schlusskurs vom vorherigen Freitag ist dies eine Prämie von rund 17 Prozent. Am Dienstag erwies sich die Aktie von Vertex Pharmaceuticals ( WKN 882807 ( VERTEX Aktie) ) mit einem Tagesgewinn von 40 Prozent als Kursrakete. Das Unternehmen veröffentlichte Forschungsergebnisse von zwei Wirkstoffen in der Phase III. Zur Wochenmitte standen auch die großen Pharmawerte hoch in der Anlegergunst. Bristol- Meyers Squibb ( WKN 850501 ( BRISTOL-MYERS Aktie) ) stieg um drei Prozent als Reaktion auf die Forschungsergebnisse, die das Unternehmen am Vortag bekannt gab. Auch die Aktien von Pfizer ( WKN 852009 ( PFIZER Aktie) ) und Merck & Co ( WKN A0YD8Q ( MERCK & CO INC Aktie) ) bekamen Rückenwird von dieser Meldung.

Die seit Ende Mai anhaltende Aufwärtsbewegung bei den Edelmetallproduzenten setzte sich auch in der vergangenen Handelswoche fort und beläuft sich nunmehr bei den Gold-Majors im Schnitt auf circa 20 Prozent, bei den Silber-Majors auf circa 25 Prozent. Die Junior-Produzenten kamen sogar auf circa 30 Prozent Kurszuwachs. Für einen Zeitraum von vier Wochen war dies schon ein ordentlicher Schluck aus der Pulle. So verteuerten sich alleine in der letzten Handelswoche Big-Players wie Goldcorp ( WKN 890493 ( GOLDCORP Aktie) ) um 8,6 Prozent auf bis zu 20,79 Euro oder Newmont ( WKN 853823 ( NEWMONT MINING Aktie) ) um 7,5 Prozent auf bis zu 18,83 Euro. Barrick Gold ( WKN 870450 ( BARRICK GOLD Aktie) ) war der Underperformer und verteuerte sich nur um gut zwei Prozent auf 13,05 Euro. Endeavour Silver ( WKN A0DJ0N ( ENDEAVOUR SILVER Aktie) ) konnten zeitweise die vier Euro Marke überspringen, nachdem sie vor einer Woche noch für 3,60 Euro den Besitzer wechselten. Outperformer bei den Silberproduzenten war das Dickschiff Silver Wheaton ( WKN A0DPA9 ( SILVER WHEATON Aktie) ). Das Papier stieg von 16,91 Euro auf 18,92 Euro, was einem Wochengewinn von 11,8 Prozent für die Eigentümer bedeutet.

Der japanische Aktienmarkt kann sich in dieser Woche gut behaupten und der Nikkei 225 hält sich über der 15tausend Punktemarke. Der Schlusstand beträgt 15.308 Punkte und dies bedeutet einen kleinen Verlust von 53 Zählern. Nicht nur der japanische Leitindex geht so gut wie unverändert aus dem Markt, auch bei den Einzelwerten gibt es keine größeren Kursbewegungen. Momentan fehlen einfach die Impulse um den Markt in eine Richtung zu bewegen. Die Nachrichtenlage ist extrem dünn und auch von der Währungsseite gibt es keine Neuigkeiten zu berichten.

Die Gazprom-Aktie ( WKN 903276 ( GAZPROM Aktie) ) stand in der Berichtswoche wieder einmal im Fokus der Anleger. Nach dem Ausbruch über den charttechnischen Widerstand bei 6,35 Euro startete die Aktie am Dienstag eine fulminante Rally bis 6,68 Euro. Im Wochenverlauf setzten Gewinnmitnahmen ein und der Kurs rutschte auf 6,45 Euro ab. Der Konzern mit Sitz in Moskau ist der weltgrößte Erdgasproduzent. Der russische Staat hält 50 Prozent plus eine Aktie am Unternehmen.

Kursverluste von zwischenzeitlich über 5,5 Prozent mussten die Aktionäre der britischen Großbank Barclays ( WKN 850403 ( BARCLAYS Aktie) ) verschmerzen. Investoren fürchten eine erneute Strafzahlung in Millionenhöhe da der Generalstaatsanwalt in New York Barclays vorwirft, Kunden im internen Handelsplatz der Bank benachteiligt zu haben. Bereits 2012 musste die Bank über 400 Millionen USD wegen Manipulation des Interbanken Zinssatzes bezahlen.

Disclaimer:

Der vorliegende Marktbericht dient lediglich der Information. Für die Vollständigkeit und Richtigkeit übernimmt die Boerse Stuttgart AG keine Gewähr. Insbesondere wird keine Haftung für die in diesem Marktbericht enthaltenen Informationen im Zusammenhang mit einem Wertpapierinvestment übernommen. Hiervon ausgenommen ist die Haftung für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit.

Quelle: Boerse Stuttgart AG

(Für den Inhalt der Kolumne ist allein boerse-stuttgart AG verantwortlich. Die Beiträge sind keine Aufforderung zum Kauf und Verkauf von Wertpapieren oder anderen Vermögenswerten.)