STUTTGART (BOERSE STUTTGART GMBH) - Alibaba mit starken Zahlen - Softbank gefragt - Schweizer Versicherer mit Zahlen

In dieser Woche standen die Zeichen am amerikanischen Aktienmarkt auf Konsolidierung. Der Dow Jones lag mit 18.496 Punkten circa 0,8 Prozent höher als zum Vorbericht. Gute Nachrichten kamen am Dienstag von Walt Disney ( WKN: 855686 ), die den Quartalsbericht für das zweite Quartal 2016 veröffentlichten und eine Beteiligung bekanntgaben. Der Unterhaltungskonzern konnte bei Gewinn und Umsatz deutlich zulegen und schlug auch die Erwartungen der Analysten. Für eine Milliarde Dollar beteiligt sich Walt Disney an Bamtech, die in der Streamingtechnologie tätig sind und damit auch vom Erfolg dieser Branche partizipieren möchte. Am Donnerstagmittag legte Alibaba ( WKN: A117ME ) die Zahlen vor und wusste damit die Marktteilnehmer zu beeindrucken. Der Quartalsumsatz stieg um 59 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Der Bereich mobile Aktivitäten stieg dabei um 119 Prozent und steuert mittlerweile über die Hälfte zum Umsatz bei. Die Aktie kletterte zum Handelsbeginn auf ein neues Jahreshoch von aktuell 92,62 Dollar.

Bei relativ reger Umsatztätigkeit konsolidierten die Betreiber von Gold und Silberminen in der abgelaufenen Berichtswoche den Kursanstieg der Vorwochen. Eine Ausnahme hiervon war Silver Standard ( WKN: 858840 ), die zum einen ihre Streitigkeiten mit der kanadischen Steuerbehörde beenden konnte, und zum anderen sehr ansehnliche, und über den Erwartungen des Marktes liegende Quartalszahlen ablieferte. Die Investoren honorierten dies mit einem Wochenplus von aktuell zehn Prozent auf 13,30 Euro. Auch der südafrikanische Platinproduzent Impala Platinum ( WKN: A0KFSB ) konnte diese Woche bei starken Umsätzen positiv glänzen. Die Aktie stieg ebenfalls von vier Euro auf ein neues Verlaufshoch von 4,62 Euro.

Eine grundsächlich positive Stimmung herrschte in dieser Woche am japanischen Aktienmarkt. Der Nikkei 225 konnte sich um 481 Zähler nach oben schieben und schließt bei 16.735 Punkten. Allen voran die Indexschwergewichte Fast Retailing ( WKN: 891638 ) und Softbank Corp. ( WKN: 891624 ), die allein schon gut 13 Prozent vom Nikkei 225 repräsentieren, wurden von den Anlegern gekauft. Fast Retailing profitiert, wie schon in der Woche zuvor, von sehr guten Verkäufen seiner Modekette Uniqlo und die Aktie stieg um gut vier Prozent. Softbank Corp. stieg auf ein neues Jahreshoch und legte fast neun Prozent zu. Grund dafür sind steigende Kurse der Großbeteiligungen Alibaba (WKN: A117ME), die auf einem neuen 52-Wochenhoch notieren, und Sprint Corp. ( WKN: A1W1XE ), die sich auch deutlich verteuert hat. FamilyMart ( WKN: 876478 ), der Betreiber einer Kette von Mini-Märkten im Großraum Tokio, wird Ende des Monats die Kaufhauskette UNY Group ( WKN: 863762 ) übernehmen. Der neue Firmenname wird FamilyMart UNY heißen und mit der Verschmelzung wird die Aktie auch in den Nikkei 225 aufgenommen. Im Vorfeld dieser Indexaufnahme stieg die Aktie von FamilyMart auf ein neues Jahreshoch und verteuerte sich im Wochenvergleich um fünf Prozent.

Die Österreichische Post AG ( WKN: A0JML5 ) hat im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2016 einem Umsatz von 478,3 Millionen Euro erzielt. Bereinigt stieg dieser um 2,3 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Das operative Ergebnis (Ebit) legte um 11,7 Prozent auf 47,6 Millionen Euro zu. Gründe für dieses Ergebnis sind das gestiegene Briefaufkommen im Zusammenhang mit der Präsidentschaftswahl und die Steigerung im Paketgeschäft. Für das Gesamtjahr peilt die Gesellschaft beim Ebit das Ergebnis vom Vorjahr an. Die Aktie reagierte praktisch gar nicht auf diese Mitteilung und tendiert bei 31,15 Euro.

Am Donnerstag legten gleich zwei Schweizer Versicherer ihre Zahlen vor: die Zurich Insurance Group ( WKN: 579919 ) und die Swiss Life ( WKN: 778237 ). Die Zurich Insurance Group konnte im ersten Halbjahr ihr Geschäftsvolumen stabil bei 36,1 Milliarden Dollar halten, allerdings gelang dies nicht beim Gewinn, dieser sank im Vergleich zum Vorjahr auf 739 Millionen. Einem positiven Effekt aus Währungsgewinnen stand durch Unwetter in den USA und Europa eine Belastung der Sachversicherungen gegenüber. Zurückblickend auf das letzte Halbjahr sieht auch der CEO Mario Greco erhebliche Fortschritte. Mit diesem Zahlenset konnte der Konzern den Markt überzeugen, der im Vorfeld auf schwächere Ergebnisse getippt hatte und so lag die Aktie am Vormittag mit etwa 3,5 Prozent im Plus. Auch der Lebensversicherer Swiss Life konnte mit seinen Zahlen zum ersten Halbjahr die vorherigen Schätzungen von Analysten überbieten. So konnte der Betriebsgewinn auf 729 Millionen CHF und der Reingewinn auf 500 Millionen CHF gesteigert werden. Und auch hier ist der CEO, Patrick Frost, zufrieden mit dem Start in das Jahr. Und so griffen die Marktteilnehmer zu und die Aktie legte im Vormittagshandel um knapp zwei Prozent zu.

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