Der Börsencrash kommt früher oder später. Das weiß jeder. Leider kann niemand genau sagen, an welchem Tag der große Abverkauf stattfinden wird.

Irgendwann im Mai 2021 könnte es tatsächlich so weit sein. Die dunklen Wolken sind bereits gut sichtbar.

Wer schon länger am Markt ist, kennt das Spiel. Neueinsteiger, die in den vergangenen Monaten begeistert Aktien nach oben gehandelt haben, könnte der Schock hingegen treffen wie ein Blitz.

Nein, mit dem Börsencrash kann man nicht vernünftig reden. Die Kurse gehen in den Sommerurlaub, wenn sie es für richtig halten. Für Investoren, die ihre Hausaufgaben gemacht haben, ist das allerdings kein Problem.

Das Umfeld riecht nach Börsencrash

Niemand weiß genau, warum sich die Kurse gerne ab Mai in den Sommerurlaub verabschieden. Vor allem der deutsche Aktienmarkt liebt ausgedehnte Sommerferien.

Die langjährigen Durchschnittsrenditen des DAX zeigen es klar und deutlich. Insbesondere in den Monaten Mai, Juni, August und September ist der deutsche Aktienindex gerne auf Tauchstation.

Ja, diesmal könnte alles anders sein. Doch Aktien bewegen sich nicht in einem luftleeren Raum. Zinsen, Inflation, Devisenmärkte – viele Makrodaten schaffen in Summe ein Umfeld, in dem sich Aktien wohlfühlen. Oder eben nicht.

Der Mai 2021 dürfte ein Umfeld hervorbringen, das eindeutig nach Börsencrash riecht. Der Euro ist vergleichsweise teuer und die Inflation spürbar angezogen. Offenbar kann oder will die europäische Zentralbank nicht einlenken.

Auch die politischen Bedingungen könnten sich schon bald ändern. Pünktlich zum Ende der Sommerferien ist Bundestagswahl. Danach steigen womöglich die Steuern für Unternehmen.

3 Hausaufgaben, die man vor dem großen Crash erledigt haben sollte

Unsicherheit ist Gift für Aktien. Und mittlerweile ist eigentlich gar nichts mehr sicher.

Alles kann, nichts muss. Umso besser für alle Investoren, die ihre Hausaufgaben gemacht haben.

Hausaufgabe Nr. 1: Alles verkaufen, was man eigentlich eh nicht will. Jeder hat noch irgendwo Aktien oder ETFs liegen, die man gekauft hatte, bevor man seinen einzig wahren Weg gefunden hat. Weg damit!

Hausaufgabe Nr. 2: Herausfinden, wo man psychologisch steht. Hand aufs Herz: Du bist erst seit wenigen Monaten an der Börse? Dann wird dich der Börsencrash hart treffen. Halt dich gut fest und sei demütig. Denke nicht, dass du schlauer bist als Warren Buffett.

Hausaufgabe Nr. 3: Bringe deinen Einkaufszettel auf den neuesten Stand. Der Börsencrash bringt auch immer fantastische Möglichkeiten. Doch ob eine hochemotionale Talfahrt tatsächlich gute Einstiegskurse hervorbringt, kannst du nur wissen, wenn du vorher peinlich genau den fairen Wert deiner Lieblingsaktie ermittelt hast.

Das Glück ist mit den Tüchtigen

Alle sagen immer, dass man einen Börsencrash einfach aussitzen soll. Einfach mal nichts machen – das klingt gut!

Doch wenn der große Tag dann wirklich gekommen ist, geht die Show womöglich doch nicht so spurlos an einem vorüber. Stoisch sein wie die Profis, das will gelernt sein!

Umso wichtiger ist es, dass man vor dem Börsencrash ein paar Hausaufgaben erledigt hat. Das Glück ist mit den Tüchtigen. So wie überall.

Der Artikel Börsencrash im Mai: 3 Hausaufgaben, die man jetzt erledigt haben sollte ist zuerst erschienen auf The Motley Fool Deutschland.

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Motley Fool Deutschland 2021

Autor: Stefan Naerger, Motley Fool beitragender Investmentanalyst

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