BERLIN (dpa-AFX) - Die schwierige Finanzlage der Deutschen Bahn beschäftigt am Mittwoch den Aufsichtsrat des Staatsunternehmens. In diesem Jahr wird nach Angaben aus Konzernkreisen ein Umsatzeinbruch und ein Verlust von 5,6 Milliarden Euro erwartet. Der Bund plant Milliardenhilfen.

Das Kontrollgremium berät in der Videokonferenz darüber, wie sich die Bahn im nächsten Jahr refinanzieren kann. Vor allem der dramatische Fahrgastrückgang in der Corona-Krise belastet die Bilanz, aber auch die Probleme der Gütersparte sowie im Auslandsgeschäft.

Auf den Tischen der Kontrolleure liegt die Finanzplanung bis 2025. Demnach rechnet der Vorstand fürs laufenden Geschäft auch im nächsten Jahr mit deutlichen Verlusten und einer Erholung ab 2022.

Von Gewerkschaftsseite wurde vorab die Forderung laut, die Konzernstrategie neu zu justieren und Planziele wie die Verdoppelung der Fahrgastzahlen zugunsten neuer Geschäftsmodelle zu verschieben. Um die Gütersparte voranzubringen, will der Aufsichtsrat mögliche Synergien mit der konzerneigenen internationalen Spedition Schenker ausloten./bf/DP/nas