BERLIN (dpa-AFX) - Die Deutsche Bahn hofft, den Streik im Personenverkehr mit ihrem verbesserten Angebot an die Lokführergewerkschaft noch abzuwenden. "Es gibt jetzt erst recht keinen Grund mehr für einen Streik", sagte Personalvorstand Martin Seiler am Mittwoch. Die Arbeitskampfmaßnahmen müssten gestoppt werden. Die Bahn wolle zentrale Forderungen der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) erfüllen. Die GDL müsse ihre "Blockadehaltung" aufgeben und an den Verhandlungstisch kommen.

Der Konzern hatte ihr zuvor neues Angebot vorgelegt. Es enthält eine Corona-Prämie von 400 bis zu 600 Euro - je nach Entgeltgruppe - und eine Laufzeit des Tarifvertrags von 36 Monaten. Bislang hatte die Bahn eine Laufzeit von 40 Monaten angeboten und die Höhe der Prämie nicht beziffert. Die GDL hatte eine Laufzeit von 28 Monaten verlangt.

Weiterhin bietet die Bahn 3,2 Prozent mehr Gehalt in zwei Stufen. Beide Seiten sind aber darüber uneins, wann diese Stufen greifen sollen. Die GDL will, dass die erste Tarifstufe von 1,7 Prozent noch im laufenden Jahr gezahlt wird. Die Gewerkschaft äußerte sich auf Anfrage zunächst nicht zu dem Angebot.

Sie hatte am Mittwochnachmittag mit dem Streik im Güterverkehr begonnen. Die Gewerkschaft hatte angekündigt, den Arbeitskampf am Donnerstagmorgen um 2.00 Uhr auf den Personenverkehr auszuweiten und ihn am Dienstag, 2.00 Uhr, zu beenden./maa/bf/DP/ngu