FALLERSLEBEN (dpa-AFX) - Bahnreisende auf der Strecke Berlin-Hannover müssen nach dem Zusammenstoß zweier Loks in Wolfsburg weiterhin 50 bis 70 Minuten Verspätung einkalkulieren - voraussichtlich auch über Ostern. An dieser Prognose nach dem Unfall habe sich nichts geändert, sagte ein Bahnsprecher am frühen Freitagmorgen. Die genaue Dauer der Streckensperrung ist nach wie vor unklar. Fernzüge werden weiterhin umgeleitet und halten statt in Wolfsburg in Braunschweig. Die Bahn rechnet damit, dass die Bergungsarbeiten und die Verspätungen ihrer Fernzüge andauern werden.

Auch im Regional- und Nahverkehr verspäteten sich am Donnerstag die Züge. Zwischen Wolfsburg und Hildesheim fuhren die ENNO-Bahnen mit etwa 20 Minuten Verspätung.

Am Mittwochabend war am Bahnhof Fallersleben in Wolfsburg eine Lok mit dem Triebfahrzeug eines Güterzuges kollidiert. Verletzt wurde nach Angaben der Bundespolizei niemand. Man gehe davon aus, dass die Bergung der Loks bis nach Ostern dauern werde. Es müsse zudem ermittelt werden, wer oder was den Unfall verursacht habe. Ein Strafermittlungsverfahren wurde eingeleitet.

Am Donnerstagabend hatte eine Bahnsprecherin mitgeteilt, eine der drei Dieselloks stehe wieder auf den Gleisen, die Strecke sei in Richtung Braunschweig eingleisig befahrbar. Ein Halt in Wolfsburg sei aber weiterhin nicht möglich. Einige Züge fahren wieder über Wolfsburg - ohne dort zu halten - und über Braunschweig, andere werden noch über Magdeburg umgeleitet./swd/trö/DP/he