Die Ballard Power-Aktie (WKN: A0RENB ISIN: CA0585861085) hatte nach Ihrem Höchststand am 19. Februar wegen der Corona-Krise deutliche Verluste hinnehmen müssen. So verlor die Aktie zeitweise um bis zu 46 Prozent. In der ersten Aprilwoche konnte sie jedoch bereits wieder über 20 Prozent zulegen. Aktuell befindet sich die Ballard Power-Aktie wieder bei 8,17 Euro. Gestern meldete sich das Ballard Power per Twitter mit sehr positiven Nachrichten aus Deutschland.

In einem Tweet von dem kanadischen Wasserstoffhersteller heißt es: „Deutschland will die Produktion von grünem Wasserstoff, der durch Elektrolyse erzeugt wird, bis 2030 auf 1/5 der gesamten Wasserstoffproduktion erhöhen“

Ballard Power beruft sich dabei auf einen Bericht von Bloomberg, laut dem Deutschland darauf abzielt, fossile Brennstoffe durch Wasserstoff zu ersetzen. Die Wasserstoffproduktion könnte im Rahmen dieses Plans stark subventioniert werden. Mit Wasserstoff sollen demnach die Energielücken geschlossen werden, die der bevorstehende Ausstieg aus Kohle und Atomkraft hinterlassen wird.

„Wir werden jetzt die Weichen dafür stellen, dass Deutschland seine weltweite Vorreiterrolle bei den Wasserstofftechnologien sichert“, so ein 21-seitige Bericht des Wirtschaftsministeriums, der an die Mitglieder der Bundesregierung verteilt wurde. Die Ministerien können nun zu dem Entwurf Stellung nehmen.

Deutschland will die Produktion des Elements durch Elektrolyse von derzeit weniger als 1 Gigawatt auf bis zu 5 Gigawatt steigern. So soll laut dem Entwurf bis 2030 ein Fünftel des Wasserstoffverbrauchs über erneuerbare Ressourcen erreicht werden. Der Plan zielt darauf ab, die Kosten für die Herstellung von Wasserstoff drastisch zu senken, so dass er für Industrie, einschließlich der Stahlhersteller und des Schwerlastverkehrs wirtschaftlich wird.

Die neue Elektrolyse-Subventionierung würde die Hersteller, die Wasserstoff aus Erdgas herstellen, dazu ermutigen, Techniken zu übernehmen, die keinen Einsatz fossiler Brennstoffe erfordern. Deutschland will außerdem sein Wasserstoff-Tankstellennetz großflächig ausbauen.

Diese Entwicklung dürfte sich auch für andere Wasserstoffhersteller wie Nel Asa positiv auswirken.