BERLIN (dpa-AFX) - Der Spitzenkandidat der Linkspartei für die Bundestagswahl, Dietmar Bartsch, sieht die Forderung seiner Partei nach Abschaffung der Nato nicht als Ausschlusskriterium für eine Regierungsbeteiligung im Bund. "Jeder Mensch auf dieser Welt weiß: Wir setzen uns nicht erst an einen Tisch, wenn die Nato aufgelöst ist", sagte er mit Blick auf mögliche Koalitionsverhandlungen am Montag in den ARD-"Tagesthemen". Allerdings bleibe seine Partei kritisch gegenüber Auslandseinsätzen der Bundeswehr. "Wir sollten vor allem Abrüstungsweltmeister sein", sagte Bartsch, der auch einer von zwei Vorsitzenden der Linksfraktion im Bundestag ist.

Er war am Montag zusammen mit Co-Parteichefin Janine Wissler vom Parteivorstand zum Spitzenkandidaten-Duo gekürt worden. Beide werden damit im Wahlkampf die Führungsrolle für ihre Partei übernehmen./and/DP/he