Auch wenn die derzeit steigenden Corona-Infektionszahlen weiterhin die wirtschaftliche Erholung gefährden hatte doch BASF (WKN: BASF11 / ISIN: DE000BASF111) bei seiner virtuellen Hauptversammlung gute Nachrichten für die Anteilseigner des DAX-Konzerns parat.

Starker Auftakt für BASF

Der Chemiekonzern ist stark in das Geschäftsjahr 2021 gestartet. Damit konnte der Schwung zum Ende des Vorjahres mitgenommen werden. Die Ludwigshafener profitierten davon, dass sich die Weltwirtschaft zu Jahresbeginn sogar stärker als erwartet erholt gezeigt hatte. Zudem halfen dem Unternehmen deutlich höhere Rohstoffpreise.

Das Werksgelände des Stammwerks in Ludwigshafen steht niemals still. (Bildquelle: Pressefoto BASF SE)

Dies führte dazu, dass das Management die Umsatz- und Ergebnisziele für das laufende Geschäftsjahr teilweise deutlich angehoben hatte. Die Umsatzerlöse sollen in 2021 bei 68 bis 71 Mrd. Euro liegen. Zuvor hatte sich der Konzern lediglich einen Wert zwischen 61 und 64 Mrd. Euro zugetraut. Die EBIT-Prognose vor Sondereinflüssen wurde von 4,1 bis 5,0 auf 5,0 bis 5,8 Mrd. Euro angehoben.

Grundstoffhersteller im Vorteil

BASF könnte die Frühphase der wirtschaftlichen Erholung in besonderer Weise zugute kommen. Schließlich gehören Chemieunternehmen als Grundstoffhersteller (engl. „Materials“) traditionell zu den sogenannten Frühzyklikern.

Das tolle dabei: BASF-Produkte kommen in fast allen Branchen als Vorprodukte zum Einsatz, sodass der DAX-Konzern nicht auf die Erholung spezieller Bereiche angewiesen ist und von einer breiten Konjunkturerholung profitieren kann.

Zudem hat BASF in seiner mehr als 150-jährigen Geschichte so einige Krisen erfolgreich gemeistert. Dabei stellen die Herausforderungen rund um COVID-19 eher ein kurzfristiges Problem dar. Langfristig muss sich das Management ganz anderen Herausforderungen stellen.

Klimaneutralität bis 2050

Die Umwelt- und Klimadiskussion hat viele der als Umweltverschmutzer geltenden Grundstoffhersteller, insbesondere aus dem Bereich Chemie, unter Druck gebracht. Entsprechend hat man sich bei BASF auf die neue Situation eingestellt.

Für 2021 sieht das Management noch eine Stabilisierung der CO2-Emissionen auf einem Wert zwischen 20,5 und 21,5 Millionen Tonnen, langfristig hat man jedoch deutlich ambitioniertere Pläne. Ab 2050 werden weltweit Netto-Null-CO2-Emissionen angestrebt. Nun hat der Konzern auch einen Fahrplan zur Klimaneutralität vorgelegt.

Bis zum Jahr 2030 will BASF die Menge emittierter Treibhausgase im Vergleich zum Jahr 2018 um 25 Prozent senken – und dies trotz angestrebtem Wachstum und der Errichtung eines großen Verbundstandorts in Südchina. Insgesamt plant BASF zum Erreichen des neuen Klimaziels bis 2025 Investitionen von bis zu 1 Mrd. Euro sowie bis 2030 von weiteren 2 bis 3 Mrd. Euro.

Erfolgsfaktor China

Das Erreichen der Klimaneutralität ist jedoch nicht das einzige große Vorhaben des BASF-Managements. In den vergangenen Jahren hat sich der Konzern darauf konzentriert in Asien zu wachsen, insbesondere in China. Dies hat dazu beigetragen, dass BASF die Corona-Krise relativ gut meistern konnte. Nun sind weitere Investitionen in Asien geplant.

Im Fokus steht der Bau eines Chemiewerks in Zhanjiang in der südchinesischen Provinz Guangdong. Auf diese Weise will BASF von dem starken Wachstum der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt und dem schon jetzt größten Chemiemarkt profitieren. Bei BASF schätzt man, dass der Anteil Chinas am weltweiten Chemiemarkt von derzeit etwa über 40 Prozent bis 2030 sogar auf knapp 50 Prozent steigen wird.

FAZIT

Die BASF-Aktie hat ihre Erholungsrallye zuletzt gestoppt. Allerdings dürfte das Kurspotenzial noch nicht ganz ausgeschöpft sein. Zwar sollte die wirtschaftliche Erholung nach der Corona-Delle bereits eingepreist sein, dafür hat der DAX-Konzern insbesondere in China langfristig so einiges vor.

Anleger, die von einem Aufwärtstrend bei BASF überzeugt sind, könnten mit einem Long-Zertifikat (WKN: VQ1FMT / ISIN: DE000VQ1FMT6) sogar gehebelt von Kurssteigerungen profitieren.

Bildquelle: Pressefoto BASF SE

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