Das vergangene Jahr lief für BASF (WKN: BASF11) alles andere als erfreulich. Die mit der Pandemie einhergehenden Probleme haben den Gewinn komplett aufgezehrt und letztendlich zu einem Verlust nach Steuern von etwa 1 Mrd. Euro geführt.

Umso überraschender ist daher die Nachricht, dass die Prognose für das laufende Jahr kräftig angehoben wurde. Für das laufende Jahr wird nun ein Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) von bis zu 5,8 Mrd. Euro angepeilt. Das wäre selbst gegenüber dem Vorkrisenjahr 2019 ein ordentlicher Sprung. Damals lag das Ergebnis auf gleicher Basis bei 4,5 Mrd. Euro.

BASF fährt mit voller Kraft aus der Krise

Für Freudensprünge sollte die Prognose aber eigentlich kaum sorgen. Denn schaut man sich die Entwicklung der vergangenen zehn Jahre an, zeigt sich ein klarer Abwärtstrend. Im Geschäftsjahr 2011 hat BASF noch ein Ebit von mehr als 8,5 Mrd. Euro ausgewiesen. In den darauffolgenden Jahren driftete der Wert dann langsam immer weiter nach unten. Der vorläufige Tiefpunkt, wenn man das durch die Pandemie verzerrte Ergebnis des letzten Jahres außer Acht lässt, wurde 2019 erreicht. Bis dahin ist das Ebit auf nur noch 4,2 Mrd. Euro gefallen.

Innerhalb von weniger als zehn Jahren ging es also langsam, aber sicher um insgesamt 50 % bergab. Gleichzeitig ist auch die Eigenkapitalrendite immer weiter gesunken. BASF hat also das Kapital der Aktionäre von Jahr zu Jahr weniger effizient eingesetzt. Gleichzeitig ist die Dividende dagegen jedes Jahr weiter gestiegen. Dass dieser Trend nicht ewig so weiterlaufen konnte, war absehbar.

Jetzt scheint BASF aber endlich die Trendwende gelungen zu sein. Aufgrund der starken Geschäftsaussichten wurde die Dividende zumindest auf dem hohen Niveau des Vorjahres gehalten. In diesem Jahr werden daher 3,30 Euro je Aktie ausgeschüttet. Beim aktuellen Aktienkurs von 67,32 Euro (Stand: 30.04.2021) entspricht das einer sehr ordentlichen Rendite von etwa 5 %. Aber bedeutet diese Trendwende, dass die Dividende wieder steigen kann?

Ist die Dividende für die kommenden Jahre sicher?

Ziehen wir als Vergleich das Geschäftsjahr 2018 heran, in dem das Ebit bei knapp 6 Mrd. Euro lag, sehen wir, dass der Gewinn je Aktie in diesem Jahr etwa in der Größenordnung von 5 Euro liegen könnte. Damit würde BASF voraussichtlich etwa 66 % des Gewinns des laufenden Jahres an die Aktionäre verteilen.

Angesichts der Tatsache, dass aus dem Gewinn auch die Investitionen in das laufende Geschäft finanziert werden müssen, wirkt der Wert extrem hoch. Das lässt vermuten, dass BASF auf Zeit spielt und hofft, in die Dividende hineinzuwachsen. Denn aktuell scheint es so, als würde die Ausschüttung durch die Aufnahme neuer Schulden finanziert. Diese Situation lässt sich nur auf zwei Wegen lösen: Entweder BASF schafft es in den kommenden Jahren, kräftig zu wachsen, oder die Dividende muss kräftig gekürzt werden, um die Bilanz nicht unnötig zu strapazieren. Um eine steigende Dividende zu rechtfertigen, muss BASF also weiter kräftige Wachstumsraten vorweisen können. Ansonsten wird die Ausschüttung wohl auf dem aktuellen Niveau stagnieren.

Der Artikel BASF: Ist die Dividende in den kommenden Jahren sicher? ist zuerst erschienen auf The Motley Fool Deutschland.

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Dennis Zeipert besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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Autor: Dennis Zeipert, Motley Fool beitragender Investmentanalyst

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