Der Ludwigshafener Chemiekonzern BASF setzt sich selbst anspruchsvolle Klimaziele.

Obwohl BASF in China einen neuen Verbundstandort errichten will, sollen die Emissionen mit dem Treibhausgas CO2 bis 2030 gegenüber 2018 weltweit um 25 Prozent sinken, wie BASF in Ludwigshafen mitteilte. Im Jahr 2050 soll dann ausnahmslos klimaneutral gewirtschaftet werden. Bisher bestand das Ziel darin, das geplante Wachstum bis 2030 ohne zusätzliche CO2-Emissionen erreichen zu wollen. Mit dem neuen chinesischen Standort will der Chemiekonzern die Produktion erheblich ausweiten.

Das sagt BASF-Vorstandschef Brudermüller

„Die neuen Klimaziele unterstreichen unsere Entschlossenheit und das Bekenntnis der BASF zum Pariser Klimaabkommen“, teilte Vorstandschef Martin Brudermüller mit. Der Klimawandel sei die größte Herausforderung des 21. Jahrhunderts. Um dem Klimawandel entgegen zu wirken, wolle das Unternehmen mit erhöhtem Einsatz erneuerbarer Energien in der Produktion antworten.

Dafür stehen bis zu 4 Milliarden Euro an Investitionen bis 2025 zur Verfügung. Unter anderem BASF entwickelt mit Partnern einen elektrisch beheizbaren Steamcracker oder wirkt an einem Verfahren zur Methanpyrolyse mit, um Wasserstoff energiesparend zu produzieren.

Weiterentwicklung und Erprobung der Technologien wird sich hinziehen

Allerdings werden diese Technologien erst ab dem Jahr 2030 skalierbar sein, um sie in einem größeren Stil einsetzen zu können. Fest steht aber bereits zum jetzigen Zeitpunkt: Der Bedarf an grünem Strom wird enorm zunehmen. Bis zum Jahr 2035 sei am Hauptstandort Ludwigshafen von einer Verdreifachung des Bedarfs an elektrischer Energie auszugehen, wie BASF mitteilte. Deshalb wird das Unternehmen selbst Geld in die Hand nehmen, um in Anlagen zur Erzeugung von Strom aus erneuerbaren Energien für den Eigenbedarf zu investieren.

So reagiert die Börse

Die BASF-Papiere fallen via XETRA zeitweise 0,50 Prozent auf 70,11 Euro nach unten.