SCHWARZHEIDE (dpa-AFX) - Der Bau neuer Produktionsanlagen am BASF - Standort Schwarzheide wie etwa der Fabrik für Kathodenmaterialien benötigt mehr Infrastruktur. Das Chemieunternehmen investiert deshalb nach eigenen Angaben mehr als 17 Millionen Euro zur Erschließung eines weiteren Blockfeldes sowie in die Modernisierung des Umspannwerks. Zudem werden die Rohrleitungsnetze erweitert. "Eine moderne, leistungsfähige Infrastruktur eröffnet uns gleichzeitig neue Perspektiven für künftige Ansiedlungen am Standort, erklärte dazu am Freitag Bereichsleiterin Julie De Keyser.

Investiert wird unter anderem in die Erschließung des BASF-Geländes, auf dem das französische Unternehmen Air Liquide eine neue Luftzerlegungsanlage zur Erzeugung technischer Gase für die Produktion von Batteriematerialien baut. Dafür müsse das Leitungsnetz für Sauerstoff gänzlich neu errichtet werden, hieß es von BASF. Ein weiterer Teil der Investitionssumme soll in die Modernisierung und Erweiterung des Stromnetzes am Standort fließen. Im unternehmenseigenen Umspannwerk werden dafür neue Transformatoren installiert, deren Anschlussleistung gesteigert wird.

Für seine beiden Standorte in Schwarzheide und Ludwigshafen (Rheinland-Pfalz) erhält der Chemiekonzern nach Angaben des Bundeswirtschaftsministeriums rund 175 Millionen Euro. Der Förderbescheid unterstützt das europäische BASF-Projekt für Batteriematerialien, zu dem auch eine Anlage zur Produktion von Kathodenmaterialien in Schwarzheide gehört./na/DP/men