Trotz COVID-19 feierte Varta (WKN: A0TGJ5 / ISIN: DE000A0TGJ55) 2020 das erfolgreichste Geschäftsjahr in der 135-jährigen Unternehmensgeschichte. Nun will der Batteriehersteller weitere Rekordjahre folgen lassen.

Neue Geschäftsfelder

Mittel- bis langfristig sieht sich Varta hervorragend aufgestellt. Der MDAX- und TecDAX-Konzern profitiert als Technologie- und Innovationsführer von Trends wie der steigenden Nachfrage nach immer kleineren und leistungsfähigeren Batterien im Knopfzellen-Format. Auch deshalb sollen die Produktionskapazitäten für Lithium-Ionen-Zellen weiter ausgebaut werden.

Doch nun hat Varta auch größere Batterien im Blick. das Unternehmen will in die Produktion von Batterien für Elektroautos einsteigen. Laut Varta sollen neuartige Zellen zum Ende des Jahres am Hauptsitz in Ellwangen auf einer Pilotlinie produziert werden. Demnach könnte die neue Batterie vor allem bei Fahrzeugen im Premiumsegment zum Einsatz kommen.

Vorsichtiger Ausblick

Varta versucht bereits mit Energiespeichersystemen vom Wachstum im Bereich Erneuerbare Energien zu profitieren. Nun hat man also auch den Bereich Elektroautos ins Visier genommen. Am Markt fielen die Reaktionen auf diese Ankündigung positiv aus, nachdem die Euphorie rund um den Börsenstar der vergangenen Jahre etwas abgenommen hatte. Anleger nutzten die jüngste Zahlenbekanntgabe, um Gewinne mitzunehmen.

Allerdings nahmen sie es dem Management auch übel, dass dieses beim Ausblick für 2021 etwas vorsichtig war. Die Umsatzerlöse sollen in 2021 bei 940 Mio. Euro liegen. Analysten hatten zuletzt laut FactSet jedoch im Schnitt Umsatzerlöse von etwas mehr als 1 Mrd. Euro vorhergesagt. Das Knacken der Milliardenmarke wäre ein wichtiger Meilenstein gewesen. Da half es erst einmal wenig, dass von Managementseite eine höhere Profitabilität prognostiziert wurde und es für 2020 erstmals seit dem IPO eine Dividende geben soll.

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FAZIT

Ende Januar 2021 kletterte die Varta-Aktie noch auf ein Allzeithoch bei etwas mehr als 180 Euro. In der Folge verlor das MDAX- und -TecDAX-Papier mehr als 40 Prozent an Wert. Die Notierungen haben sich zuletzt stabilisiert. Es bleibt jedoch abzuwarten, ob eine ähnliche Rallye wie im Jahr 2019 gelingen kann, als sich der Wert der Aktie auf Jahressicht fast verfünffachte.

Anleger könnten befürchten, dass die Luft raus sein könnte. Aus bewertungstechnischer Sicht scheint dies jedoch nicht der Fall zu sein. Angesichts der Zukunftsmärkte, auf denen sich Varta bewegt und der Aussicht, auf neuen Geschäftsfeldern Fuß fassen zu können, erscheint ein 2021er-KGV von etwas mehr als 30 nicht überhöht zu sein.

Anleger, die von einer neuen Kurs-Rallye bei Varta überzeugt sind, können mit einem Long-Zertifikat (WKN: MA0Q38 / ISIN: DE000MA0Q381) gehebelt von Kurssteigerungen profitieren.

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