BORNHEIM (dpa-AFX) - Die Baumarkt-Gruppe Hornbach blickt noch optimistischer auf das laufende Geschäftsjahr. Das Umsatzwachstum dürfte nun zwischen 13 und 17 Prozent betragen, teilte das Unternehmen am Montagabend in Bornheim mit. Erst Ende September hatte der Konzern die Vorhersage auf 8 bis 15 Prozent nach oben geschraubt. Der dynamische Umsatztrend des ersten Halbjahres habe sich im bisherigen Verlauf des dritten Quartals fortgesetzt, hieß es weiter. So habe der Umsatz in den Monaten September und Oktober 2020 jeweils um gut ein Fünftel höher gelegen. Auch im November setze sich bislang die positive Umsatzentwicklung im Konzern fort.

Beim bereinigten Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) rechnet Hornbach nun mit 290 bis 360 Millionen Euro (zuvor: 270-330). Im entsprechenden Vorjahreszeitraum hatten die Erlöse bei 227 Millionen Euro gelegen. Im dritten Quartal habe das bereinigte Ebit "deutlich über dem Vorjahreswert" von 41,8 Millionen Euro gelegen.

Seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie im März 2020 zögen sich die Konsumenten stärker in die eigenen vier Wände zurück und gäben mehr Geld für Heimwerkerprojekte in Haus und Garten aus, hieß es zur Begründung für die Entwicklung. Die angehobene Prognose gelte allerdings nur unter der Bedingung, dass es bis Geschäftsjahresende weder zu lang anhaltenden flächendeckenden Schließungen eines signifikanten Teils der Bau- und Gartenmärkte noch zu konjunkturellen Schocks oder zu einer schwerwiegenden Eintrübung des Konsumentenvertrauens komme.

Anleger zeigten sich optimistisch, dass dies nicht eintritt. Der Aktienkurs von Hornbach legte auf der Handelsplattform Tradegate in einer ersten Reaktion um zweieinhalb Prozent zu./he/bek