BONN/BAD ZWISCHENAHN (dpa-AFX) - Städte und Gemeinden sehen die Folgen der Klimaerwärmung an Straßenrändern und in Parks. Nach drei trockenen Sommern in Folge werde vermehrt darüber diskutiert, welche Bäume künftig gepflanzt werden sollten, sagte Deliana Bungard vom Deutschen Städte- und Gemeindebund in Bonn. "Die städtischen Gärtner werden entsprechend geschult. Es tut sich viel im Moment."

Die neuen Anforderungen hat der kommunale Spitzenverband Ende August in einem Positionspapier zusammengefasst. Darin empfiehlt er die schrittweise Umstellung auf dürreresistente und widerstandsfähige Pflanzen und Bäume, die weniger Wasser benötigen. "So kann gewährleistet werden, dass auch in Zukunft städtische Parks und Gartenanlagen attraktiv bleiben."

Auch Baumschulen reagieren auf die klimatischen Veränderungen. Viele Bäume müssten inzwischen im Sommer vor Sonnenbrand geschützt werden, sagte der Geschäftsführer einer international aktiven Baumschule im niedersächsischen Bad Zwischenahn, Jan-Dieter Bruns. "Die Rinde wird spröde, die Rinde reißt auf", so der Gartenbauingenieur. "Wir gehen zunehmend dazu über, die Stämme mit Reetmatten zu schützen." Zudem müsse mehr bewässert werden als früher./hho/DP/zb