BERLIN/SAN FRANCISCO (dpa-AFX) - Bayer will seinen Hoffnungsträger Nubeqa gegen Prostatakrebs bei einer weiteren Patientengruppe einsetzen. Bei der US-Gesundheitsbehörde FDA sowie bei der Europäischen Arzneimittelagentur EMA seien Anträge zur Zulassung des Wirkstoffs Darolutamid (Markenname Nubeqa) plus Hormonbehandlung (ADT) in Kombination mit der Chemotherapie Docetaxel bei Patienten mit metastasiertem hormonsensitivem Prostatakrebs (mHSPC) eingereicht worden, teilte der Dax -Konzern am Mittwoch in Berlin mit. Die Anträge fußen auf Mitte Februar veröffentlichten Studiendaten, in Folge derer Bayer bereits die mittelfristigen Umsatzerwartungen an das Medikament angehoben hatte.

Seither kalkuliert Bayer mit einem Spitzenumsatz von mehr als drei Milliarden Euro. Ursprünglich hatte der Konzern für das Mittel nur mehr als eine Milliarde Euro erwartet. Mit Spitzenumsatz ist der höchste Umsatz innerhalb eines Jahres gemeint.

Analyst Richard Vosser von der US-Bank JPMorgan hatte sich mit Blick auf die Studiendaten schon Mitte Februar positiv geäußert. Bei Patienten ohne eine ursächliche Vorerkrankung sei der Überlebensvorteil durch Nubeqa etwas größer als bei einem Konkurrenzprodukt, urteilte der Branchenkenner. Zudem sei das Sicherheitsprofil des Bayer-Medikaments recht günstig.

Nubeqa ist bereits in vielen Ländern für die Behandlung von Patienten zugelassen, die an einem nicht-metastasierten kastrationsresistenten Prostatakarzinom (nmCRPC) und einem hohen Risiko für die Entstehung von Metastasen leiden./mis/lew/jha/