Nach dem Absturz Mitte Mai konnte die Bayer-Aktie in den vergangenen Tagen wieder kräftig zulegen. Das lag vor allen Dingen an den überzeugenden Zahlen für das erste Quartal, in dem das Unternehmen ein Umsatzplus von 18,7 Prozent verzeichnen konnte. Nun steht ein wichtiges Meeting in Sachen Krebsforschung an, auf dem Bayer überzeugen muss. 

Quartalszahlen sorgten für Erholung

Am 10. Mai stürzte der Kurs von Bayer überraschend auf 57,49 Euro ab. Grund dafür waren nervöse Anleger, welche sich nichts Gutes von den Q1 zahlen erhofften. Doch diese konnten sich sehen lassen. Das Ergebnis je Aktie für das vergangene Quartal wurde auf 3,53 EUR beziffert, während im Vorjahresquartal 2,59 EUR je Aktie in den Büchern standen. Das Unternehmen wies eine Umsatzsteigerung von 18,75 Prozent auf 14.639,00 EUR aus. Im Vorjahresquartal hatte ein Umsatz von 12.328,00 EUR in den Büchern gestanden.

Bayer

Seitdem konnte das Papier sich jedoch signifikant erholen. Bis auf einen kleinen Rücksetzer vor dem vergangenen Wochenende wurde der Kurs von Bayers starkem Wachstum beflügelt. Zum Start in den heutigen Handelstag hatte das Papier einen Wert von 64,40 Euro. Aktuell notiert das Papier bei 64,27 Euro, was insgesamt ein Plus von über 10 Prozent ausmacht (Stand: 23. Mai, 14:30 Uhr. 

Tagung zur Krebsforschung bietet Chance 

Das deutsche Unternehmen hat sich auf die Onkologie spezialisiert und blickt nun einem wichtigen Termin entgegen. Vom 03. bis 07. Juni findet die diesjährige Jahrestagung der American Society of Clinical Oncology (ASCO) in Chicago statt. Bayer will die Tagung nutzen, um die neuesten Daten hinsichtlich der Krebsforschung vorzustellen. Konkret geht es um das Prostatakrebs-Medikament Nubeqa (Darolutamid), das präzisionsonkologischen Mittel Vitrakvi sowie die Präparate Regorafenib, Sorafenib und Radium-223-dichlorid. 

Wie der Aktionär berichtet ist Darolutamid einer der großen Hoffnungsträger im Pharma-Portfolio von Bayer. Der DAX-Konzern stellt ein Spitzenumsatzpotenzial von mehr als drei Milliarden Euro in Aussicht. Das Medikament soll einen Teil potenziell wegbrechender Erlöse bei den Top-Sellern Xarelto und Eylea kompensieren, bei denen der Patentschutz sukzessive ausläuft. 

Auch wenn Bayer immer noch mit Rechtsstreits zu kämpfen hat, könnte die anstehende Tagung eine Chance sein um noch mehr Investoren ins Boot zu holen. 

/aw