LEVERKUSEN (dpa-AFX) - Der Pharma- und Agrarchemiekonzern Bayer hat sich im US-Streit um angebliche Gesundheitsrisiken durch die Verhütungsspirale Essure geeinigt. Für den Vergleich mit etwa 90 Prozent der 39.000 Klägerinnen werden 1,6 Milliarden US-Dollar (1,35 Mrd Euro) fällig, wie der Dax-Konzern am Donnerstag in Leverkusen mitteilte. Die Einigung war angesichts zuletzt intensivierter Gespräche erwartet worden, weshalb Bayer dafür schon Geld beiseite gelegt hatte. Auch daher waren im zweiten Quartal in der Pharmasparte 1,29 Milliarden Euro an Sonderkosten angefallen.

Bayer hatte das umstrittene Geschäft mit der Metallspirale 2013 mit dem Kauf des US-Herstellers Conceptus übernommen. Ende 2018 wurde es in den USA eingestellt. Die Spirale konnte ohne chirurgischen Eingriff in die Eileiter eingesetzt werden. Allerdings klagten viele der Frauen unter anderem über chronische Schmerzen, unregelmäßige Blutungen, über Verletzungen an Gebärmutter und Eileiter sowie Depressionen./mis/knd/jha/