Leverkusen (dpa-AFX) - Bayer hat sich neben den viel größeren US-Rechtskonflikten um Glyphosat auch in Streitigkeiten rund um den Unkrautvernichter Dicamba geeinigt. Im Zusammenhang mit Klagen wegen Verwehungen von Dicamba und dadurch angeblich verursachter Ernteschäden werden bis zu 400 Millionen US-Dollar (354 Mio Euro) gezahlt, teilte der Agrarchemie- und Pharmakonzern am Mittwochabend mit. Die bei einem Gericht in Missouri gebündelten Klagen betreffen demnach die Erntejahre 2015 bis 2020. Bayer erwarte einen Beitrag der mitverklagten BASF zu diesem Vergleich.

Der einzige Fall zu Verwehungen von Dicamba, der vor Gericht verhandelt

wurde (Fall Bader) sei nicht Teil der Einigung. In dem Fall hatte eine US-Jury Bayer und BASF im Februar zu millionenschwerem Schadenersatz an einen Pfirsichbauern verurteilt./mis/nas